Erste Gebärmutter-Transplantation in den USA gescheitert

Die Operation im Februar verlief zunächst erfolgreich, wegen Komplikationen musste die transplantierte Gebärmutter nun aber wieder entfernt werden. (Archivbild)
Die Operation im Februar verlief zunächst erfolgreich, wegen Komplikationen musste die transplantierte Gebärmutter nun aber wieder entfernt werden. (Archivbild) © KEYSTONE/AP Cleveland Clinic Center
Die erste Gebärmutter-Transplantation in den USA ist gescheitert. Nachdem das Organ Ende Februar zunächst erfolgreich transplantiert worden war, habe es “kürzlich plötzlich Komplikationen” gegeben, teilte die Cleveland Klinik im Bundesstaat Ohio am Mittwoch mit.

Daraufhin habe der 26-Jährigen die Gebärmutter wieder entfernt werden müssen. Die Patientin sei nach der Operation auf dem Weg der Besserung.

Die neunstündige Transplantation vom 25. Februar verlief zunächst erfolgreich. Die Patientin namens Lindsey war wohlauf und hatte sich noch am Montag bei einer Pressekonferenz “unendlich dankbar” für die Chance gezeigt, eigene Kinder bekommen zu können. Die Adoptivmutter von drei Jungen erfuhr nach eigenen Angaben im Alter von 16 Jahren, dass sie nicht schwanger werden kann.

Die verpflanzte Gebärmutter stammte von einer verstorbenen Organspenderin. Die Cleveland-Klinik kündigte an, nun genau zu untersuchen, was zu den nicht näher genannten Komplikationen führte. Der klinische Versuch, in dessen Rahmen insgesamt zehn Frauen eine neue Gebärmutter erhalten sollen, werde fortgesetzt.

In Schweden hatte im September 2014 erstmals eine Frau nach einer Gebärmutter-Transplantation ein Baby geboren. Bis dahin waren die Eingriffe nie erfolgreich gewesen: Eine erste Gebärmutter-Transplantation schlug 2000 in Saudi-Arabien fehl, auch ein Versuch in der Türkei 2011 war letztlich nicht erfolgreich, weil die Schwangerschaft in der sechsten Woche scheiterte.

Ist die Transplantation erfolgreich, darf die Gebärmutter für maximal zwei Geburten binnen fünf Jahren im Körper der Frau bleiben. Das Abstossen des Organs wird in dieser Zeit durch die Einnahme starker Medikamente verhindert.

(SDA)


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