Erstes Patientenhotel eröffnet

In den grosszügigen Zimmern sollen Patienten zum Abschluss des Spitalaufenthalts auch zusammen mit Angehörigen übernachten können.
In den grosszügigen Zimmern sollen Patienten zum Abschluss des Spitalaufenthalts auch zusammen mit Angehörigen übernachten können. © KEYSTONE/LAURENT GILLIERON
Auf dem Areal des Universitätsspitals Lausanne (CHUV) hat das erste Patientenhotel der Schweiz den Betrieb aufgenommen. Patienten des Spitals sollen dort wenn möglich den Schluss ihres Spitalaufenthaltes verbringen.

Die 114 Zimmer des Hotels sind für Patienten vorgesehen, die noch Untersuchungen oder Behandlungen benötigen, wie Philipp Müller, Finanzdirektor des CHUV, am Donnerstag vor den Medien in Lausanne sagte. Das Spital trägt die volle medizinische Verantwortung.

Wer noch in einem anderen Spitalgebäude behandelt werden muss, wird vom Spital-Transportdienst hingefahren. Im Hotel gibt es zudem Behandlungszentren. In einer ersten Phase mit 27 eröffneten Zimmern seit Ende September war ein gutes Dutzend der Zimmer belegt.

Die Patienten waren zuvor in verschiedensten Spitalabteilungen wie der Herzchirurgie oder der Urologie behandelt worden, sagte Müller. Das Patientenhotel solle das CHUV entlasten, sagte der Waadtländer Gesundheitsdirektor Pierre-Yves Maillard (SP).

Dank dem Patientenhotel sollen mittelfristig bis zu 60 der rund 1000 Spitalbetten in der Spitzenmedizin frei werden. Den Patienten wird der Aufenthalt im Patientenhotel durch die obligatorische Krankenversicherung gedeckt.

Im Gegensatz zu einem Spitalzimmer können auch Angehörige zusammen mit den Patienten übernachten, allerdings auf eigene Kosten. Zudem steht das Drei-Sterne-Hotel auch gesunden Gästen oder beispielsweise Teilnehmern von Kongressen am CHUV offen.

(SDA)


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