Erstmals gentechnisch verändertes Tierprodukt in den USA zugelassen

Wildlachs in Kalifornien: Umweltschützer befürchten, dass frei lebende Fische gefährdet werden, wenn genetisch modifizierte Lachse in die freie Wildbahn gelangen (Archiv).
Wildlachs in Kalifornien: Umweltschützer befürchten, dass frei lebende Fische gefährdet werden, wenn genetisch modifizierte Lachse in die freie Wildbahn gelangen (Archiv). © KEYSTONE/AP The Sacramento Bee/HECTOR AMEZCUA
In den USA darf erstmals ein gentechnisch verändertes Tierprodukt verkauft werden. Die US-Lebensmittelbehörde FDA genehmigte am Donnerstag den Verkauf von atlantischen Lachsen, die für ein schnelleres Wachstum mit Genen pazifischer Lachse behandelt werden.

Der Speisefisch mit dem Namen AquAdvantage Salmon wird von der Firma AquaBounty Technologies im Bundesstaat Massachusetts hergestellt.

Die Gen-Lachse könnten gefahrlos gegessen werden, erklärte die FDA. Der AquAdvantage Salmon sei so nahrhaft wie andere atlantische Lachse, die nicht gentechnisch verändert wurden. Es gebe keine biologisch relevanten Unterschiede zwischen den Ernährungsprofilen der Fische.

Fast doppelt so schnelles Wachstum

Die FDA-Genehmigung schränkt allerdings ein, dass AquaBounty Technologies die Gen-Lachse nur in zwei bestimmten Aufzuchtstationen in Kanada und in Panama züchten darf.

Die Zulassung des AquAdvantage Salmon ist umstritten, Konsumentenschützer hatten vor Gesundheitsrisiken gewarnt. Ausserdem bestünden Gefahren für andere Fische, wenn einer der genetisch modifizierten Lachse in die freie Wildbahn gelange.

Durch die Genbehandlung sind die atlantischen Lachse in 16 bis 18 Monaten ausgewachsen. Die normale Wachstumsphase für atlantische Lachse liegt bei 30 Monaten.

(SDA)


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