Selbstmordattentäter war laut türkischer Regierung IS-Mitglied

Polizisten bewachen das historische Viertel Sultanahmet.
Polizisten bewachen das historische Viertel Sultanahmet. © (AP Photo/Lefteris Pitarakis)
Laut AFP-Meldungen war der Selbstmordattentäter von Istanbul Mitglied der Terrormiliz IS. Das liess der türkische Ministerpräsdident Davutoglu verlauten. Zehn Menschen wurden beim Anschlag getötet, die Mehrheit von ihnen sind offenbar Deutsche.

Nach Angaben des Gouverneurs von Istanbul wurden bei dem Anschlag im Istanbuler Altstadtviertel Sultanahmet zehn Menschen getötet und 15 weitere verletzt. Zwei von ihnen schwer, wie der “Spiegel” berichtet. Die meisten der zehn bei einem Anschlag in Istanbul getöteten Personen sind nach offiziellen Angaben Ausländer. Das gab die türkische Regierung am Dienstag in Ankara bekannt. Der Selbstmordattentäter sei als ein 1988 geborener Syrer identifiziert worden, hiess es weiter.

Die Zeitung “Hürriyet” berichtete in ihrer Online-Ausgabe, unter den Verletzten seien neun Deutsche und zwei Peruaner. Sie würden in insgesamt vier Spitälern behandelt.

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie zahlreiche Rettungs- und Polizeiwagen in das bei Touristen beliebte Altstadtviertel Sultanahmet eilten.

Die Agentur Dogan veröffentlichte Fotos von leblosen Körpern, die am Boden lagen. Die Explosion ereignete sich gegen 09.20 Uhr (MEZ) am ägyptischen Obelisken. Das Viertel liegt im europäischen Teil Istanbuls. Dort befinden sich auch viele Bars und Restaurants.

Die türkischen Behörden verhängten nach der Explosion eine Nachrichtensperre. Zur Begründung teilte die Medienaufsicht RTÜK am Dienstag mit, ein solcher Schritt sei laut Gesetz möglich, wenn er der “nationalen Sicherheit” diene. Eine Moderatorin von CNN Türk sagte, wegen der Nachrichtensperre könne der Sender nur noch eingeschränkt berichten.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu berief ein Dringlichkeitstreffen ein, an dem der Innenminister und die Chefs der Sicherheitsdienste teilnehmen.

(SDA)

Posted by Perihan Kobakcam on Dienstag, 12. Januar 2016


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