Fahrer flüchtet vor Schüssen und lenkt brennendes Auto

Kurz nach dem Bareggtunnel gerät das beschossene Auto in Brand.
Kurz nach dem Bareggtunnel gerät das beschossene Auto in Brand. © Kantonspolizei Aargau
Ein 37-jähriger Mann aus Kosovo hat in der Nacht auf Samstag in Spreitenbach AG auf einen gleichaltrigen Landsmann geschossen. Dieser floh mit dem Auto auf die Autobahn A1, wo das Fahrzeug in Brand geriet. Die Polizei nahm den möglichen Schützen und einen Komplizen fest.

Der Angegriffene meldete sich gegen 3.45 Uhr über den Polizeinotruf, wie die Kantonspolizei mitteilte. Er sei beschossen worden und werde von einem Auto verfolgt. Der Anrufer fuhr Richtung Bern.

Kurz nach dem Bareggtunnel geriet das Fahrzeug dann in Brand und brannte aus. Die Polizei fand den Lenker abseits der Autobahn. Abgesehen von einigen Schürfungen, die er sich auf der Flucht zu Fuss zugezogen hatte, war der Mann unverletzt.

Die Polizei fahndete unterdessen nach dem Schützen und machte ihn bei der Autobahnausfahrt Baden-West dingfest. Der im Kanton Zürich wohnhafte 37-Jährige sass am Samstag hinter Gittern. Am Morgen verhaftete die Polizei im Kanton Zürich einen mutmasslichen Komplizen, einen 43-jährigen Kosovaren.

Die genauen Umstände und das Motiv der Tat waren am Samstag unklar. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung und Gefährdung des Lebens. Auch die Ursache für den Autobrand war unklar. Während des Löschens waren alle drei Fahrspuren Richtung Bern für eine halbe Stunde gesperrt. Ab 6.30 Uhr war die A1 wieder normal befahrbar.

(SDA)


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