Fed-Vize-Chef Fischer – Notenbanken bereit zu Zinsschritten

Fed-Vize-Chef Stanley Fischer, rechts neben seiner Chefin Janet Yellen (Archiv) spricht von Vorbereitungen bei  "anderen Notenbanken" auf eine Zinsanhebung "in relativ naher Zukunft". Die Fed habe noch keine endgültige Entscheidung getroffen.
Fed-Vize-Chef Stanley Fischer, rechts neben seiner Chefin Janet Yellen (Archiv) spricht von Vorbereitungen bei "anderen Notenbanken" auf eine Zinsanhebung "in relativ naher Zukunft". Die Fed habe noch keine endgültige Entscheidung getroffen. © KEYSTONE/AP/EVAN VUCCI
Mehrere Zentralbanken bereiten nach Einschätzung des Vizechefs der US-Notenbank Fed, Stanley Fischer, eine Zinsanhebung vor. Einige grosse Notenbanken würden wahrscheinlich in relativ naher Zukunft beginnen, sich “schrittweise von Zinsraten nahe null zu entfernen”.

Dies sagte Fischer am Donnerstag in San Francisco. Was die allgemein für Dezember erwartete Zinswende in den USA angeht, so sagte er, die Fed habe noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Sie habe aber alles getan, um eine Überraschung der Märkte zu vermeiden, wenn es soweit sei.

“Das ging so weit, dass mehrere Zentralbank-Vertreter aus Schwellenländern (und anderswo) seit einiger Zeit der Fed sagen, ‘tut es einfach’.” Natürlich lasse sich die Fed nichts befehlen. Aber die Tatsache, dass andere Zentralbank-Vertreter zur Erhöhung der Zinsen in den USA aufriefen, deute daraufhin, dass sie “ihre Vorbereitungen getroffen haben”.

An den Finanzmärkten wird damit gerechnet, dass die Fed im Dezember die Zinsen erstmals seit fast zehn Jahren erhöhen wird. Das am Mittwochabend veröffentlichte Protokoll der jüngsten Zinssitzung deutet zudem darauf hin, dass die Notenbank danach eher zurückhaltend agieren wird.

(SDA)


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