Fiat Chrysler stellt Anwendung zum Autokauf der Zukunft vor

Virtuell ein Auto besichtigen, einrichten und gleich kaufen: An der Elektronikmesse in Barcelona hat Fiat Chrysler eine Anwendung vorgestellt, die genau das ermöglichen soll (Symbolbild).
Virtuell ein Auto besichtigen, einrichten und gleich kaufen: An der Elektronikmesse in Barcelona hat Fiat Chrysler eine Anwendung vorgestellt, die genau das ermöglichen soll (Symbolbild). © KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI
Potenzielle Autokäufer sollen künftig schon vor dem Kauf virtuell auf dem Tablet oder Smartphone in den neuen Wagen einsteigen können. Die Entwickler sprechen bereits von einer Revolution beim Autokauf.

Der Autohersteller Fiat Chrysler stellte am Dienstag auf der Mobilfunk-Messe MWC in Barcelona einen Prototypen der von Accenture Digital entwickelten Anwendung vor. Dort wird auf Basis von Googles Project Tango ein originalgetreues 3D-Modell inklusive Innenansicht angezeigt, das sich individuell ausstatten lässt. Die sogenannte Augmented-Reality-Anwendung ermöglicht einen virtuellen Rundgang um das Auto und zeigt auch per Innenansicht Details der Ausstattung.

Im Unterschied zu einer Virtual-Reality-Anwendung taucht man dabei nicht komplett in eine virtuelle Welt ab, sondern sieht virtuelle Dinge, die in eine reale Umgebung projiziert werden.

Anwendung könnte schon bald Standard sein

“Augmented Reality wird die Art und Weise, wie Fahrzeuge konfiguriert und gekauft werden, komplett verändern”, sagt Luca Mentuccia von Accenture. Project Tango soll ab Sommer dieses Jahres auf ersten mobilen Geräten verfügbar sein. In der nächsten Generation mobiler Endgeräte werde Tango bereits zu den Standardfeatures gehören, sagte Matteo Aliberti von Accenture.

Basis der Anwendung sind zahlreiche Sensoren, die Bewegungen exakt registrieren und somit das räumliche Umfeld im 360-Grad-Modus erkennen können.

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona gehören Anwendungen für virtuelle Realität oder sogenannte Augmented Reality (etwa erweiterte Realität) zu den grossen Trendthemen. Mobilfunkindustrie und Gerätehersteller erhoffen sich davon neue Geschäftsmodelle. Für dieses Jahr rechnen die Hersteller auch mit einem Durchbruch für VR-Brillen im Massenmarkt.

(SDA)


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