Finanzinvestor EQT bei Kuoni-Übernahme am Ziel

Der Reisekonzern Kuoni ist jetzt schwedisch: Das geht aus Zwischenergebnis des öffentlichen Kaufangebotes hervor.
Der Reisekonzern Kuoni ist jetzt schwedisch: Das geht aus Zwischenergebnis des öffentlichen Kaufangebotes hervor. © Keystone/ENNIO LEANZA
Die schwedische Beteiligungsgesellschaft EQT ist bei der geplanten Übernahme des Reisekonzerns Kuoni am Ziel. Der Investor sicherte sich bis zum Ende der Angebotsfrist am 13. April 79,6 Prozent der Stimmrechte und 74,6 Prozent des Aktienkapitals an Kuoni.

Für eine erfolgreiche Übernahme waren mindestens 67 Prozent der Stimmen und mehr als 50 Prozent des Aktienkapitals notwendig. EQT wolle die Übernahme wie geplant bis zum 19. Mai abschliessen, teilte das schwedische Unternehmen am Donnerstag mit.

EQT hatte im Einverständnis mit dem Kuoni-Verwaltungsrat und der Kuoni-und-Hugentobler-Stiftung Anfang Februar ein Übernahmeangebot für Kuoni lanciert. Den Publikumsaktionären bot EQT 370 Franken pro Aktie.

Die weiteren Pläne der schwedischen Gesellschaft mit Kuoni bleiben unverändert. EQT will mit dem Reisekonzern wachsen und gleichzeitig dessen operative Leistungskraft stärken. Um die Wachstumsstrategie implementieren zu können, werde Kuoni im Rahmen eines Going Private von der Börse genommen. Den verbleibenden Aktionären biete sich während der am 20. April beginnenden Nachfrist die Gelegenheit, ihre Aktien ebenfalls anzudienen.

Im letzten Jahr war Kuoni radikal umgebaut worden und besteht seither noch aus drei Teilen: Einem in Dubai, einem in London und einem in Zürich.

In Dubai werden im Auftrag von Regierungen Visa-Anträge bearbeitet. Von London aus bietet Kuoni Dienstleistungen wie Übernachtungen, Transfers oder Exkursionen für andere Reiseunternehmen an. Und von Zürich aus werden Gruppenreisen meist an asiatische Reiseveranstalter verkauft.

Das gesamte Geschäft mit der Organisation und dem Vertrieb von Reisen für Privatpersonen wurde bereits im Juni 2015 verkauft. Das europäische Reiseveranstaltergeschäft ging an den deutschen Rewe-Konzern, jenes in Indien und Hongkong an die kanadische Investmentholding Fairfax. Die Kuoni-und-Hugentobler-Stiftung kontrollierte noch das Reiseunternehmen.

(SDA)


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