Flüchtlinge sprangen von Zügen

Flüchtlinge legen sich immer öfter auf Güterzüge, um dadurch illegal einreisen zu können.
Flüchtlinge legen sich immer öfter auf Güterzüge, um dadurch illegal einreisen zu können. © (KEYSTONE/WESTEND61/EJW)
Am Deutschen Eck auf der Zugstrecke zwischen Österreich und Deutschland ist es am Mittwoch einmal mehr zu unschönen Vorfällen gekommen: Insgesamt sechs Personen sind von Güterzügen gesprungen. 

Gleich zweimal musste die Bahnstrecke am Deutschen Eck am Mittwochmorgen gesperrt werden, berichtet der ORF. Vor 6 Uhr ist ein Nigerianer bei Kiefersfelden von einem fahrenden Güterzug abgesprungen, um kurz vor acht Uhr waren es gleich fünf Personen. Drei davon, alles Afrikaner, wurden kurz danach unverletzt aufgefunden; nach zweien werde noch gesucht.

Die Verbindung zwischen Kufstein und Rosenheim musste eine Stunde lang gesperrt werden. Auch ein Hubschrauber war neben Polizeibeamten im Einsatz.

Gefährlicher Grenzübertritt

In der letzten Zeit hat es am Deutschen Eck vermehrt lebensgefährliche Versuche gegeben, mit Güterzügen illegal nach Deutschland einzureisen. Die Menschen legen sich dabei auf die Dächer der Züge oder zwängen sich in den Radstand. Verlangsamt ein Zug seine Geschwindigkeit oder hält an einer Ampel an, nützen offenbar viele dieser Personen die Gelegenheit, den Zug zu verlassen.

Am Münchner Ostbahnhof sind im Oktober etwa 50 Migranten ohne gültige Dokumente aufgehalten worden, im November waren es bereits 130.

(red.)

 


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