Frank für Effort nicht belohnt – Etappensieg für Simon Yates

Mathias Frank gehörte zu den Animatoren der 6. Vuelta-Etappe
Mathias Frank gehörte zu den Animatoren der 6. Vuelta-Etappe © KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Simon Yates gewinnt die 6. Etappe der Vuelta. Der junge Brite mit Dopingvergangenheit feiert in Luintra einen Solosieg. Nach langer Flucht muss sich der Schweizer Mathias Frank mit Platz 7 begnügen.

Frank gehörte einer elfköpfigen Fluchtgruppe an, die sich 45 km nach dem Start im galicischen Monforte de Lemos vom Feld absetzen konnte. Der 29-jährige Luzerner, dessen Fokus bei seiner dritten Vuelta-Teilnahme nach 2008 und 2011 nicht auf dem Gesamtklassement, sondern auf einem Etappensieg liegt, erwies sich im coupierten Etappen-Finale als stärkster Ausreisser.

Rund 20 km vor dem Ziel liess der Captain des Westschweizer IAM-Teams mit einem starken Antritt seine letzten Fluchtgefährten stehen. Wie die Vorstösse seiner Schweizer Teamkollegen Simon Pellaud (am Montag) und Marcel Wyss (am Dienstag) in den letzten Tagen blieb aber auch Franks Effort unbelohnt. Den ersten Etappenerfolg seit Mai 2014 vor Augen, wurde Frank 4 km vor dem Ziel von Simon Yates ein- und sogleich überholt. Am Ende musste sich der Schweizer mit 22 Sekunden Rückstand mit Platz 7 begnügen.

Vorne zog der Brite Yates seine Attacke durch und erreichte das Ziel 20 Sekunden vor dem Spanier Luis Leon Sanchez. Für den Profi vom australischen Team Orica-BikeExchange war es der bislang grösste Erfolg seiner noch jungen Karriere. Allerdings hatte Simon Yates jüngst auch für negative Schlagzeilen gesorgt, als er wegen der Verwendung des verbotenen Asthma-Mittels Terbutalin für vier Monate bis zum 11. Juli gesperrt wurde. Damit verpasste der 24-Jährige unter anderem die Tour de France, bei dem sein Zwillingsbruder Adam Yates als Gesamtvierter verblüfft hatte.

Im Gesamtklassement führt weiterhin der Kolumbianer Darwin Atapuma 28 Sekunden vor Alejandro Valverde aus Spanien und 32 Sekunden vor dem britischen Tour-de-France-Sieger Chris Froome.

Für den Tour-de-Suisse-Sieger Miguel Angel Lopez ist die Vuelta derweil gelaufen. Der aufstrebende Kolumbianer musste die Spanien-Rundfahrt drei Tage nach seinem schweren Sturz am Montag in der 3. Etappe von Marin nach Dumbria aufgeben. Lopez hatte sich dabei drei Zähne abgebrochen und mehrere Prellungen zugezogen. Der 22-Jährige war in Spanien als Captain des Teams Astana zu seiner ersten dreiwöchigen Rundfahrt gestartet. Mit über 14 Minuten Rückstand spielte er nach seinem Sturz im Gesamtklassement als 67. keine Rolle mehr.

(SDA)


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