Für die Biathletin Selina Gasparin ist das Gewehr nur Sportgerät

Biathletin Selina Gasparin - hier beim Super Zehnkampf letzten Freitag - will ab Dezember nach der Babypause wieder an ihren Erfolg von Sotschi anknüpfen.
Biathletin Selina Gasparin - hier beim Super Zehnkampf letzten Freitag - will ab Dezember nach der Babypause wieder an ihren Erfolg von Sotschi anknüpfen. © /KEYSTONE/ANTHONY ANEX
Biathlon-Olympia-Zweite Selina Gasparin würde nie auf etwas Lebendes schiessen – obwohl sie aus dem Jägerkanton Graubünden kommt. Das Gewehr sei nur ein Sportgerät, sagt sie. Neun Monate nach der Geburt ihrer Tochter startet sie Anfang Dezember in die neue Saison.

Dann wird sich zeigen, ob der Zugewinn an Gelassenheit, den sie nach der Geburt erfahren hat, ihre Treffsicherheit gesteigert hat. Im Training klappe es schon gut, sagte die 31-Jährige der “Coopzeitung”. Aber im vollen Stadion vor laufenden Kameras sei es nicht immer einfach, die Nerven zu behalten.

Bei den rund vierzig Rennen, die Gasparin in der Saison bestreiten will, soll die im Februar geborene Leila dabei sein. Gasparin und ihr Mann, der Weltklasse-Langläufer Ilja Tschernoussow, haben eine ungarische Nanny gefunden, die den Skizirkus mitmacht.

Der Sport trennt Gasparin und Tschernoussow noch, da im Weltcup Langläufer und Biathleten nie zur selben Zeit am selben Ort sind, klagt die Bündnerin. Deshalb habe sie auch erst wenige Brocken Russisch gelernt.

Das Paar spricht Englisch zusammen, “oder wir reden gar nicht”. Die Sprache ihres Gatten will sie sich aber unbedingt noch aneignen – “allein schon, um zu verhindern, dass sich mein Mann und meine Tochter in einer Geheimsprache verständigen”.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen