«Die Rettung kam in letzter Minute»

Die Euter von Florians Kühen waren prall gefüllt.
Die Euter von Florians Kühen waren prall gefüllt. © Leserbild
Bange Stunden für einen Landwirten aus Hemberg: Am Freitag fiel der Strom wegen des Schnees während sechs Stunden aus. Die Kühe mussten mit prallen Eutern ausharren, weil die Melkmaschine nicht funktionierte.

«Für die Kühe wird’s bald kritisch», sagte Leserreporter Florian am frühen Freitagabend. Der Landwirt aus Hemberg-Bächli (SG) hatte die Tiere letztmals um 5 Uhr in der Früh gemolken. Nachdem der Strom um 15 Uhr ausgefallen war, setzte dieser erst gegen 21 Uhr wieder ein. «Die Rettung kam in letzter Minute» – Florian fühlte sich erleichtert. Werden die Euter nicht nach 15 bis 20 Stunden geleert, wird es schmerzhaft für die Tiere, erklärte der Ostschweizer.

Die Kühe von Hand zu melken, war keine Option. «Sie sind sich das nicht gewohnt und geben viel mehr Milch als früher.» Ein Notstromaggregat konnte nicht aushelfen – die Melkmaschine ist laut dem Leserreporter direkt an die Stromleitung angehängt.

Florian, der in Hemberg wirtet (Stall Mitte, rechts), musste am Freitag mehrere Stunden ohne Strom auskommen. (Leserbild)

Die St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) bestätigten den Stromausfall in der Region Hemberg gegenüber FM1Today. Laut einem SAK-Mitarbeiter war der Schneefall für die Störung verantwortlich. «Er löste am Freitag zahlreiche Einsätze aus.» Wie viele Haushalte ohne Strom waren, war zunächst unklar.

(lag)


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