Gebrochene Beine und verstauchte Knöchel gehören dazu

Von Angela Müller
Harte Kerle: Magali Fässler und Stefano De Abreu fliegen dieses Wochenende nach Birningham.
Harte Kerle: Magali Fässler und Stefano De Abreu fliegen dieses Wochenende nach Birningham. © zvg
Das Tough Guy Race bei Birmingham gilt als härtestes Hindernis-Rennen – die beiden Rheintaler Stefano De Abreu und Magali Fässler haben mehrere Monate intensiv dafür trainiert – am Sonntag ist es soweit.

«Es ist schlicht ein einzigartiges, unbeschreibliches Gefühl, wenn man durch das Ziel läuft», sagt Stefano De Abreu aus Rheineck. «Doch das Rennen ist auch unvorstellbar hart.» Der 23-jährige Exportfachmann weiss, wovon er spricht – letztes Jahr hat er bereits an diesem Extrem-Hindernisrennen in England teilgenommen, zusammen mit 6000 anderen harten Kerlen. Doch dieses Mal wird er nicht alleine anreisen: Seine Kollegin Magali Fässler geht mit.

Durch Schlamm und Feuer

Ein halbes Jahr haben die beiden zusammen trainiert, sind täglich zehn Kilometer gerannt, haben dazu Liegestützen und Klimmzüge gestemmt und im Bodensee gebadet – zuletzt täglich. Doch diese Vorbereitungen waren nur der Vorgeschmack. Am Sonntag starten sie in Wolverhampton: Vor ihnen liegen die «Killing Fields» mit 25 Hindernissen: Sie klettern über meterhohe Hindernisse, robben durch den Matsch, tauchen in eiskalte Tümpel und springen über brennende Heuballen. Von den rund 6000 Teilnehmern kommen jeweils maximal zwei Drittel ins Ziel. «Es ist eine unglaubliche Mischung aus Tortur und Spass», sagt Stefano.

Je kälter desto härter

«Magali hat mich im Sommer gefragt, ob sie wohl auch ein solches Rennen schaffen könnte», sagt Stefano. Nach einigen Probetrainings mit der Wirtschaftsinformatik-Studentin hat er sie kurzerhand angemeldet. «Ich kenne Magali seit dem Kindergarten, sie schafft das.» Doch während die Trainings im Sommer für Magali noch relativ einfach waren, hat die 25-Jährige zusehends gelitten, als es kälter wurde. «Um im Januar den Kopf unter das eiskalte Wasser zu kriegen, musste ich sie schon ein wenig pushen.»

Ein Drittel schafft es nicht

Das Tough Guy Race wird dieses Jahr zum dreissigsten aber auch zum letzten Mal stattfinden. Erfinder Billy Wilson gibt die Organisation altershalber auf. Im Trailer auf der Homepage verkündet ein gross gewachsener, wild aussehender Hüne: «Es wird wieder Zusammenbrüche, verstauchte Knöchel und gebrochene Beine geben und ein Drittel schafft es nicht ins Ziel. Trotzdem gibt es nichts Grösseres als das Tough Guy Rennen in Wolverhampton.»

 

 

 


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