Gefälschte Apple-Mails im Umlauf

Im Namen von Apple verschicken Betrüger folgenschwere E-Mails. (Symbolbild)
Im Namen von Apple verschicken Betrüger folgenschwere E-Mails. (Symbolbild) © iStock
Derzeit machen E-Mails die Runde, in denen Apple-Nutzer dazu aufgefordert werden, App-Käufe, die sie nicht gemacht haben, zu melden. Die Polizei warnt: Das kann ordentlich ins Geld gehen.

«Sie bekommen diese E-Mail, weil Sie den Kauf ‹Need For Speed: No Limits› im App Store auf einem Gerät getätigt haben, das nicht mit Ihrer Apple-ID gekoppelt ist», steht in der von «Apple Support» verschickten Nachricht. Hat man das Spiel nicht heruntergeladen, wird in einem angehängten PDF die Möglichkeit aufgeführt, den Kauf zu melden. Der Haken: Man muss seine persönlichen Daten eingeben – inklusive Adresse, Handy- und Kreditkartennummer.

Screenshot: FM1Today

Bei der erwähnten E-Mail handelt es sich laut Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, um einen Betrug. «Wir erhalten von der Bevölkerung laufend solche Meldungen, die Absender der E-Mails sind beispielsweise Apple oder Microsoft.»

Die Fälschung fliegt auf, wenn man sich die Absender-Adresse genauer anschaut. «Darin sind meist verdächtige Namen oder längere Zahlen zu finden», sagt Rezzoli. Der E-Mail-Text enthalte zudem oft Fehler.

Betrüger kommen an sensible Daten

Rezzoli rät: «Erhält man eine solche E-Mail, muss man aufpassen: keine Links anklicken und niemals die Kreditkartenangaben hinterlassen.» Kommen die Betrüger an persönliche Daten, können sie im Namen ihrer Opfer Geld beziehen, im Internet shoppen, beim E-Banking zuschauen und die Kamera des Computers oder Smartphones aktivieren, wie der Polizeisprecher ausführt.

Screenshots an Koordinationsstelle

Fragt man beim offiziellen Apple-Support nach, erfährt man laut Rezzoli, ob jemand versucht hat, sich seiner Apple-ID zu bedienen. Für die Polizei sei es schwierig, die Schwindler zu finden und sie zur Strecke zu bringen. «Wir empfehlen, Screenshots von den gefälschten E-Mails zu machen und sie bei der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK) einzureichen. Häufen sich die Meldungen, ist es einfacher, dagegen vorzugehen.»

Hier erhältst du Tipps von Apple, wie du seriöse E-Mails des App Store oder iTunes Store erkennen kannst.

(lag)


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