Giulia Steingruber turnt auch für ihre behinderte Schwester

Dankbarkeit als Antrieb: Kunstturnerin Giulia Steingruber. (Archivbild)
Dankbarkeit als Antrieb: Kunstturnerin Giulia Steingruber. (Archivbild) © Keystone/THOMAS HODEL
Wenn Giulia Steingruber in den Wettkampf steigt, tut sie das ein Stück weit auch für ihre Schwester. Diese ist seit Geburt behindert. “Ich kann tun und lassen, was ich will. Sie leider nicht”, erklärt Steingruber, warum der Gedanke an Désirée immer mitschwingt.

Welch erfolgreiche Turnerin ihre Schwester ist, weiss Désirée Steingruber nicht, dazu sei ihre Behinderung zu stark, wie die 22-jährige Giulia der “Schweizer Familie” erklärte. “Aber sie strahlt immer, wenn sie mich sieht. Ich bin glücklich, dass sie diese Art Freude erleben kann.” Steingrubers Schwester lebt seit ihrem 18. Lebensjahr in einem Pflegeheim, verbringt aber die Wochenenden bei der Familie.

Europameisterin Giulia Steingruber nimmt ab dem 7. August an den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro teil. 2012 war sie als jüngste Schweizer Teilnehmerin bereits an der Olympia in London mit dabei. Damals blieb die Turnerin glücklos. Seither sei sie “erfahrener und sicherer” geworden. “Ich stelle mich meiner Herausforderung, ohne an die negativen Ergebnisse in London zu denken.”

(SDA)


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