Geht doch: Go-Meisterspieler besiegt Computer

Nachdem Go-Meisterspieler Lee Sedol am Samstag den verlorenen Match gegen AlphaGo nochmals durchgegangen ist, konnte er die Google-Software am Sonntag erstmals in dem Fünf-Spiele-Match schlagen.
Nachdem Go-Meisterspieler Lee Sedol am Samstag den verlorenen Match gegen AlphaGo nochmals durchgegangen ist, konnte er die Google-Software am Sonntag erstmals in dem Fünf-Spiele-Match schlagen. © KEYSTONE/AP/LEE JIN-MAN
Im viel beachteten Brettspiel-Duell zwischen Mensch und Computer hat die Google-Software AlphaGo die vierte Partie verloren. Der südkoreanische Spitzenspieler Lee Sedol feierte am Sonntag in Seoul nach mehr als viereinhalb Stunden seinen ersten Sieg.

Zuvor hatte er die Gesamtwertung aber bereits verloren geben müssen. AlphaGo führt in dem Fünf-Spiele-Match uneinholbar mit 3:1. Der Sieg der Software gegen einen der weltbesten Go-Spieler gilt als ein Riesenschritt in der Entwicklung selbstlernender Maschinen.

Go galt wegen seiner vielen möglichen Spielzüge lange als zu komplex für Computer. Die Regeln des ursprünglich aus China stammenden Go sind zwar relativ einfach: Zwei Spieler versuchen, auf einem Spielbrett – ein Raster von 19 vertikalen und 19 horizontalen Linien – Gebiete zu erobern. Dafür setzen sie abwechselnd schwarze und weisse Steine.

Auf dem Brett mit 361 Feldern ist aber eine gewaltige Zahl von Zügen möglich, was es selbst für einen leistungsstarken Computer schwierig macht, die Entwicklung des Spiels durchzurechnen.

Das Match läuft bis zum 15. März und wird auf der Google-Videoplattform YouTube gezeigt.

(SDA)


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