Gossau sagt “nein” zum Durchgangsplatz

Das Stadtparlament hat bereits 2015 eine Umzonung abgelehnt.
Das Stadtparlament hat bereits 2015 eine Umzonung abgelehnt. © Ralph Ribi/St.Galler Tagblatt
Kein Durchgangsplatz für Fahrende – das haben die Gossauer Stimmberechtigten so entschieden. Mit 57 Prozent sagen sie “nein” zur Initiative.

Das Gossauer und Arnegger Stimmvolk hat entscheiden, dass im Industriegebiet Gossau-Ost kein Durchgangsplatz für Fahrende gebaut werden soll: Offizielle Information der Stadt Gossau.

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben die Initiative “Teilzonenplan Wehrstrasse” mit 3063 zu 2302 Stimmen abgelehnt. Die Stimmbeteiligung lag bei 45,1 Prozent. Die Initiative verlangte eine Umzonung eines Grundsstücks an der Wehrstrasse zur Verwendung als Durchgangsplatz für Fahrende.

Im September 2015 hatte das Stadtparlament einen Antrag des Stadtrats für eine Umzonung zur Einrichtung eines Durchgangplatzes am selben Standort mit einer Dreifünftel-Mehrheit abgelehnt, worauf die SP in Gossau eine eigene Initiative lancierte.

Die Gegner des Durchgangsplatzes warnten, der Platz könne mit den geringen Benutzungs-gebühren und der mangelnden Auslastung nicht kostendeckend betrieben werden. Mit einem Nein haben die Gossauer Steuerzahler ein mögliches Defizit nun abgewendet. Das überparteiliche Komitee “NEIN zu einem Durchgangsplatz in Gossau” ist überzeugt, dass es möglich ist, an einem geeigneteren Ort einen Platz für Fahrende zu errichten und kostendeckend zu betreiben. Alternative Standorte, die bisher wenig beachtet wurden, gilt es nun seitens des Kantons zu prüfen.

(red.)


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