Froh, dass Bruderduell vorbei ist

Granit Xhaka (10) ist froh, dass das Duell gegen seinen Bruder Taulant gut über die Bühne gegangen ist
Granit Xhaka (10) ist froh, dass das Duell gegen seinen Bruder Taulant gut über die Bühne gegangen ist © KEYSTONE/EPA/ROLEX DELA PENA
Die Schweizer überhöhen den Wert des 1:0-Erfolgs gegen Albanien nicht. Nach dem möglicherweise ungemütlichsten EM-Kapitel überwiegt im Kreis des Schweizer Teams primär die Erleichterung.

Vladimir Petkovic durfte nach seinem 20. und bis jetzt bedeutendsten Länderspiel über einen “kleinen Schritt nach vorne” dozieren. Und er durfte unaufgeregt feststellen, dass “der erste Teil des Spiels mit Fabian Schärs frühem Kopfballtor der beste gewesen ist”.

Von 20, 30 guten Minuten sprach der Nationalcoach. Der Rest gefiel ihm weniger gut. “Wir haben zu viele Rückpässe gespielt”, monierte Petkovic, “wir haben den Gegner zur Rückkehr eingeladen.” Wie wenig die Schweizer mit ihrer über 54-minütigen Überzahl anzufangen wussten, bemängelte der SFV-Selektionär zu Recht. Canas früher Ausschluss habe das Gegenteil einer Entlastung ausgelöst: “einen Gegenschock”.

Dank Yann Sommer habe man die drei Punkte trotzdem im trockenen. Für Petkovic sind wichtige Paraden des Mönchengladbachers “nichts Neues”, seine herausragenden Qualitäten seien hinlänglich bekannt: “Er ist in ganz Deutschland anerkannt.” Lob bekam Sommer nicht nur vom eigenen Coach, sondern auch Granit Xhaka, dem “Man of the Match”. Granit Xhaka: “Wir haben zum Glück Yann (Sommer) im Tor.”

Ansonsten war der leicht erkältete Ex-Captain von Gladbach einfach nur froh, das brisante Spiel gegen Albanien hinter sich zu haben. “Es wurde viel geschrieben und geredet, ich bin jetzt einfach glücklich, dass alles vorbei ist.” Wichtig sei gewesen, das Maximum investiert zu haben. Alle hätten sich im ungemütlichen Duell gegen die alten Weggefährten professionell verhalten, keiner habe sich im auf EM-Ebene beispiellosen “Bruderkampf” geschont – weder er noch Bruder Taulant Xhaka: “Wir gingen beide an die Grenzen.”

Sie hätten eine schwierige Aufgabe lange gut bewältigt. Nur die späte, im Prinzip völlig unnötige Hektik in Überzahl störte ihn. Xhaka: “Wir müssen den Sack viel früher zumachen.” Xhaka erwähnte “zwei, drei hundertprozentige Chancen” und den Fehler, Albanien die Möglichkeit eingeräumt zu haben, “nochmals heranzukommen”.

(SDA)


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