Graubünden öffnet zwei weitere Anlagen für Asylsuchende

Täglich kommen in der Schweiz weitere Menschen in Not an.
Täglich kommen in der Schweiz weitere Menschen in Not an. © Keystone/Gian Ehrenzeller
Wie der Kanton Graubünden mitteilt, werden als Sofortmassnahmen für die Unterbringung von Asylsuchenden in Disentis und Trimmis Liegenschaften gemietet. Zudem werden temporäre Anlagen in Valchava und Andeer betrieben.

Dem Kanton Graubünden wurden bis Ende Oktober 814 Asylsuchende neu zugewiesen, wie es in der Mitteilung heisst. Das ist die höchste Zahl seit dem Kosovokonflikt Ende der 90er Jahre. Dem Kanton zugewiesene Menschen in Not werden in kantonal betriebenen Kollektivunterkünften untergebracht. Bisher werden in Cazis, Chur, Laax und Schluein Zentren betrieben.

Diese Unterkünfte kommen bald an die Kapazitätsgrenze. Deshalb werden nebst dem bereits gemieteten Transitzentren Valbella in Disentis/Mustér und in Trimmis Kollektivzentren gemietet. Mit der Nutzung soll die Notunterbringung in Zivilschutzanlagen möglichst reduziert werden.

Der Kanton Graubünden hält – im Gegensatz zur Mehrheit der übrigen Kantone, welche die Asylsuchenden direkt den Gemeinden zuweist – weiterhin an seinem Unterbringungs- und Betreuungskonzept fest.

(pd)


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