Feuerwehr: «Die Situation war belastend»

Das ist nach dem Vollbrand vom Bauernhaus übrig.
Das ist nach dem Vollbrand vom Bauernhaus übrig. © TVO/Roger Inauen
In Herisau ist am frühen Donnerstagmorgen ein Bauernhaus komplett niedergebrannt. 80 Feuerwehr-Angehörige standen mehrere Stunden im Einsatz. Trotz anfänglicher Befürchtungen wurde niemand verletzt. 

Die Ausserrhoder Notrufzentrale erhielt am Donnerstag um 4 Uhr die Meldung, dass an der Nieschbergstrasse ein Bauernhaus brennt. Beim Eintreffen der Feuerwehr Herisau stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Mehrere Stunden waren die Einsatzkräfte mit Löscharbeiten beschäftigt, trotzdem konnte das Haus nicht mehr gerettet werden. «Das Feuer ist soweit gelöscht, es raucht aber noch am Schadensplatz», sagt Ueli Frischknecht, Mediensprecher der Ausserrhoder Kantonspolizei, um 9 Uhr. Die Feuerwehr stelle zur Sicherheit noch eine Brandwache.

Öl läuft in Bach

Im Bauernhaus befand sich ein Öltank, der aufgrund des Brandes auslief. Die Feuerwehr richtete vorsorglich eine Ölsperre im benachbarten Bach ein. «Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung», beruhigt Frischknecht die Anwohner, die sich über den Ölgeruch beklagen.

Vermisste Person unverletzt gefunden

Zu Beginn gingen die Einsatzkräfte davon aus, dass sich womöglich jemand im Brandobjekt befinden könnte. «Die Person ist unverletzt aufgetaucht, wir können also Entwarnung geben», berichtet Frischknecht. Wo sie sich aufhielt, gab die Polizei nicht bekannt. Auch Tiere seien keine zu Schaden gekommen. Das Bauernhaus wurde nicht mehr als landwirtschaftlicher Betrieb genutzt. Die Bewohner, zwei Männer, waren zum Zeitpunkt des Brandausbruches nicht anwesend.

Videobeitrag: TVO/Roger Inauen

Schwierige Bedingungen

Die Löscharbeiten hatten es in sich, wie Roger Schläpfer, Kommandant der Feuerwehr Herisau, erklärt: «Da sich das Appenzeller Haus an einem Hang befindet, war die Zufahrt nicht möglich.» Das Wasser der Hydranten reichte nicht aus, weshalb zusätzliche Beschaffungen nötig waren.

Als «besonders belastend» nahm Schläpfer wahr, dass lange nicht klar war, ob sich Personen und Tiere im Haus befinden. «Entsprechend war die Erleichterung gross, als die vermisste Person gefunden wurde», sagt er gegenüber TVO.

«Ermitteln in alle Richtungen»

Das Bauernhaus erlitt Totalschaden. Was das in Franken bedeutet, kann Ueli Frischknecht noch nicht sagen. «Wenn es der Brandherd zulässt, nimmt der Kriminaltechnische Dienst die Spurensicherung auf», sagt der Polizeisprecher. Es würden verschiedene Personen befragt, die Hinweise zum Brand liefern können. «Wir ermitteln in alle Richtungen. Brandstiftung ist sicher nicht auszuschliessen, sie steht zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht im Fokus der Ermittlungen.»

(rr/lag)


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