Henrik Kristoffersen in Madonna weit voraus

Henrik Kristoffersen, hier nach seinem Sieg in Val d'Isère, liegt auch in Madonna vorne
Henrik Kristoffersen, hier nach seinem Sieg in Val d'Isère, liegt auch in Madonna vorne © KEYSTONE/AP/PIER MARCO TACCA
Henrik Kristoffersen zeigt beim Weltcup-Slalom in Madonna eine beeindruckende Leistung. Keiner kommt an den jungen Norweger heran.Henrik Kristoffersen, der erst 21-jährige Junioren-Weltmeister, setzte sich mit über einer Sekunde auf alle seine Gegner durch.

Kristoffersen, der vor gut einer Woche in Val d’Isère schon den ersten Slalom des Winters für sich entschieden hatte, distanzierte den zweitplatzierten Österreicher Marcel Hirscher um exakt 1,25 Sekunden. Überraschender Dritter wurde der 20-jährige Österreicher Marco Schwarz.

Kristoffersen feierte seinen bereits sechsten Weltcupsieg. Vor allem aber erstaunte, wie überlegen er in Madonna gewann. Der deutlich geschlagene Hirscher konnte sich immerhin damit trösten, im Gesamt-Weltcup die Führung wieder übernommen zu haben. Der Salzburger liegt nun wieder 23 Punkte vor dem Norweger Aksel Lund Svindal. Glück hatt er, dass er den unglaublichen Zwischenfall unbeschadet überstand, der sich während seiner Fahrt ereignete. Unmittelbar hinter ihm zerschellte eine heruntergefallene Kamara-Drohne.

Bester Schweizer war der Berner Luca Aerni, der einen fulminanten zweiten Lauf hinlegte. Im ersten Durchgang hatte sich der 22-Jährige auf einer bereits ziemlich gezeichneten Piste mit Nummer 28 auf Platz 26 gekämpft. Danach aber nutzte Aerni seine frühe Startnummer mit einer absolut dynamischen Fahrt. Er verbesserte sich dank Laufbestzeit um 21 Positionen in den 5. Schlussrang. Damit egalisierte Aerni sein bisher bestes Weltcup-Resultat. Fünfter war Aerni schon im Januar 2014 in Kitzbühel geworden. Zu seinem ersten Podestplatz fehlten Aerni lediglich 25 Hundertstel.

Der Walliser Daniel Yule, der im ersten Lauf einen groben Fehler begangen hatte, konnte sich ebenfalls verbessern. Yule steigerte sich vom 23. in den 11.Schlussrang. Die übrigen fünf Schweizer hatten sich nicht für den zweiten Lauf qualifizieren können.

(SI)


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