Herisauer will bei «The Voice» überzeugen

Von Stephanie Martina
Einen grossen Teil seiner Freizeit verbringt Robin Portmann in seinem Musikzimmer.
Einen grossen Teil seiner Freizeit verbringt Robin Portmann in seinem Musikzimmer. © FM1Today/Stephanie Martina
Als er 17 war, nahm Robin Portmann als Kandidat bei «The Voice of Switzerland» teil. Heute ist der Herisauer 21 und wagt einen neuen Versuch: dieses Mal bei «The Voice of Germany».

Robin Portmann singt oft: Wenn er kocht, duscht, durch Herisau spaziert – eigentlich immer. Vor allem aber Zuhause in seinem Musikzimmer, das so gut wie möglich schalldicht gemacht wurde: An den Wänden klebt Teppich, an der Türe sogar eine Schaumstoffmatte. «Ich habe die Angewohnheit, immer dann mit singen zu beginnen, wenn meine Eltern etwas im Fernseher schauen möchten. Sie würden zwar nie sagen, hör auf zu singen, aber ich glaube, manchmal kommt mein Gesinge schon etwas ungelegen», sagt Robin.

Robin gibt eine Kostprobe von Bon Ivers «Skinny Love»:

Auf einem grossen Poster steht «Musik ist mein Herzschlag» – eine Aussage, die der 21-jährige Herisauer sofort unterschreiben würde: «Ich würde die Musik gerne zu meinem Alltag machen. Das bedeutet nicht, dass ich unbedingt ein Star werden will. Ich könnte mir auch vorstellen, Musiklehrer zu werden oder die Musik auf andere Art zu meinem Leben zu machen», erklärt Robin. Um diesem Ziel einen Stück näher zu kommen, hat er sich bei «The Voice of Germany» angemeldet.

Zweite Teilnahme bei «The Voice»

Bei «The Voice» ist Robin kein Neuling, wie ein Blick in sein Musikzimmer zeigt. Zwischen Konzerttickets, Fotos, CDs und Schallplatten hängt auch ein Kandidaten-Schildchen. 2014 nahm er bei «The Voice of Switzerland» teil und schaffte es bis in die dritte Runde. In den Knockouts – kurz vor den Liveshows – war dann jedoch Schluss. Nun wagt Robin einen weiteren Anlauf in Deutschland. «‹The Voice› hat mir sehr geholfen, meine Persönlichkeit zu entwickeln. Ich habe tolle Menschen kennengelernt und mir wurde bewusst, dass Musik nicht nur Zuhause stattfinden kann», sagt er.

Musicalschule abgebrochen

In den vergangenen zwei Jahren hat Robin in Hamburg eine Musicalschule besucht. Doch diesen Frühling sei ihm die Lust daran vergangen. «Mir wurde immer mehr bewusst, dass ich nicht jemand anderen spielen und nur nachsingen möchte. Mir war mehr danach, mich selbst zu sein.» Die Castings für «The Voice of Germany» kamen da gerade zur richtigen Zeit. Robin fuhr über sechs Stunden mit dem Bus nach Frankfurt, um sein Können unter Beweis zu stellen – mit Erfolg.

Der Herisauer wurde zu den «Blind Auditions» eingeladen. Dort musste er versuchen, mindestens einen der Coaches von seiner Stimme zu überzeugen. Ob sich Samu Haber, Yvonne Catterfeld, die «Fantas» Smudo und Michi Beck oder Mark Forster umdrehen werden, spielte für Robin keine Rolle. «Ich hoffte, dass sich überhaupt jemand für mich umdreht», gesteht der Appenzeller. Ob er einen oder sogar mehrere der Coaches von sich zu überzeugen vermochte, zeigt sich am Sonntagabend um 20.15 Uhr auf Sat1.

Welchen Song er singen wird, darf Robin noch nicht verraten. «Ich singe gerne und oft deutsch und komponiere auch deutsche Songs. Mit meinem Song, den ich in den ‹Blind Auditions› singe, wage ich mich definitiv aus meiner Komfortzone raus. Und es ist nicht ‹Skinny Love›.»

Robin Portmann im Interview:

Die Musikshow «The Voice of Germany» besteht aus verschiedenen Phasen und Battles, welche die Talente bestehen müssen, um den Titel «The Voice of Germany» zu gewinnen. Dabei werden sie von den Coaches unterstützt. Die Coaches stellen sich aus den Talenten je ein Team zusammen und entscheiden darüber, wer weiterkommt. Kurz vor den Liveshows kommen die sogenannten «Hot Seats» zum Einsatz: Wer auf einem der drei Sessel Patz nehmen darf, kommt ins Finale.


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