Beweis für Verdummung der Amerikaner

Keine Freunde: Historiker Fritz Stern (links) kann es nicht fassen, dass viele Amerikaner Donald Trump (rechts) als ihren Präsidenten in Betracht ziehen (Archiv).
Keine Freunde: Historiker Fritz Stern (links) kann es nicht fassen, dass viele Amerikaner Donald Trump (rechts) als ihren Präsidenten in Betracht ziehen (Archiv). © Keystone
Historiker Fritz Stern hält nicht viel von dem US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump. “Trump ist das beste Beispiel für die Verdummung des Landes und die entsetzliche Rolle des Geldes. Ein absolut amoralischer Kerl, der mit Geld und Ignoranz protzt.”

Wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte, sei es einfach “unbegreiflich, dass jemand wie Trump, der ein Nichts ist ausser Geld und ungeheurem Ehrgeiz und Hässlichkeit, dass der sich nicht nur anbietet, sondern von vielen Menschen auch noch angenommen wird als Kandidat”.

Stern sieht die zweifache Wahl von Amtsinhaber Barack Obama als grosse Leistung an, da er die USA aus Kriegen herausgehalten und eine flächendeckende Krankenversicherung eingeführt habe. “Aber die jetzige Lage ist so gravierend, so zerstörerisch, so dysfunktional, dass man sich da nur tiefe Sorgen machen kann.” Dass Trump es tatsächlich bis ins Weisse Haus schafft, glaubt Stern jedoch nicht.

Stern, der mit seinen jüdischen Eltern 1938 aus Nazi-Deutschland vertrieben wurde, wird kommenden Dienstag 90 Jahre alt. Er hat das Bundesverdienstkreuz und zahlreiche weitere Auszeichnungen erhalten.

(SDA)


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