Hoarau schiesst die Young Boys gegen den FCZ zum Auswärtssieg

Wird von seinen YB-Teamkollegen für das Tor gegen den FCZ gefeiert: Guillaume Hoarau (links)
Wird von seinen YB-Teamkollegen für das Tor gegen den FCZ gefeiert: Guillaume Hoarau (links) © KEYSTONE/ENNIO LEANZA
YB gewinnt das zweite Samstagsspiel der Super League gegen den FC Zürich 1:0. Den Siegtreffer erzielt Guillaume Hoarau nach 50 Minuten. Beim FCZ akzentuiert sich die Heimschwäche. Hoarau gelang das einzige Tor der Partie fünf Minuten nach der Pause, indem er einen Abpraller verwertete.

Zuvor hatte der in der Halbzeit eingewechselte Alexander Gerndt FCZ-Goalie Anthony Favre geprüft. Der FCZ stand in der Defensive zwar solid, brachte vorne aber wenig zustande.

Die erste Hälfte hatte in offensiver Hinsicht auf beiden Seiten wenig zu bieten; den grössten Applaus vom Publikum erntete Zürichs früherer Abwehrhüne Hannu Tihinen bei seinem Halbzeitbesuch. Auf dem Rasen standen die Abwehrreihen auf beiden Seiten ähnlich gut wie Tihinen dazumal. Mehr als je zwei Halbchancen kreierten die Teams nicht, die beste besass Yuya Kubo in der 19. Minute, als er nach einem Zuspiel von Florent Hadergjonaj verzog. Auf der anderen Seite zielte Alexander Kerschakow nach 23 Minuten über das Tor.

Auch im zweiten Abschnitt blieben grosse Chancen Mangelware. In der Offensive zeigte sich die Differenz zwischen dem Dritt- und dem Achtplatzierten primär darin, dass YB seine erste Gelegenheit in der zweiten Halbzeit “praktisch aus dem Nichts heraus” nutzte, wie Philippe Koch befand, und Alexander Kerschakow zehn Minuten vor Schluss auch bei seiner zweiten Chance aus spitzen Winkel nicht reüssierte. YB-Torschütze Hoarau erwies sich wiederum als FCZ-Schreck: Der Franzose hat bisher in jedem Ligaspiel gegen die Zürcher getroffen, wenn er auf dem Platz stand – in vier Spielen bereits fünfmal.

Zürichs Trainer Sami Hyypiä wirkte geknickt, wobei den Finnen vor allem die Zürcher Heimschwäche mit erst zwei Siegen aus elf Spielen beschäftigte: “Die klaren Chancen, um etwas zu holen, fehlten. Jetzt stehen wir zu Hause schon wieder ohne Punkte da.” YB-Trainer Adi Hütter freute sich vor allem über die drei Punkte und weniger über die Art und Weise, wie diese zustande gekommen waren: “Wir haben gut verteidigt und zu null gespielt. Aber vorne haben wir Steigerungspotenzial.” Steve von Bergen sprach hinterher von einem Sieg, der “nicht schön, aber wichtig” war, Abwehr-Kollege Gregory Wüthrich nannte ihn “dreckig”.

In der Tabelle schloss YB dank dem zweiten Sieg in Folge bis auf einen Punkt zu GC auf, das am Sonntag in Vaduz antritt. Der FCZ verpasste es auf Platz 8, näher ans Mittelfeld heranzurücken und droht am Wochenende von Lugano und/oder Vaduz überholt zu werden.

Telegramm:

Zürich – Young Boys 0:1 (0:0). – 7747 Zuschauer. – SR Klossner. – Tor: 50. Hoarau (Gerndt) 0:1.

Zürich: Favre; Brunner, Sanchez, Kecojevic, Koch; Yapi (87. Turkes), Kukeli; Bua, Grgic, Buff (65. Koné); Kerschakow.

Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Wüthrich, Von Bergen, Lecjaks; Gajic (87. Sanogo), Zakaria; Ravet (79. Bertone), Kubo, Sulejmani (46. Gerndt); Hoarau.

Bemerkungen: Zürich ohne Nef, Vinicius (beide gesperrt), Alesevic, Schönbächler, Etoundi und Kleiber (alle verletzt). Young Boys ohne Benito, Kololli, Seferi (alle verletzt), Vilotic und Zulechner (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 22. Von Bergen (Foul). 45. Wüthrich (Foul). 59. Kerschakow (Foul). 60. Brunner (Foul). 74. Hoarau (Foul). 86. Kubo (Foul).

Das zweite Resultat der 22. Runde der Super League vom Samstag: Sion – Luzern 3:1 (1:0).

Rangliste: 1. Basel 21/52. 2. Grasshoppers 21/37. 3. Young Boys 22/36. 4. Sion 21/28. 5. St. Gallen 20/26. 6. Thun 21/26. 7. Luzern 22/26. 8. Zürich 22/21. 9. Lugano 21/20. 10. Vaduz 21/19.

(SDA)


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