Höhere Klickzahlen in Australien und Neuseeland nach Brexit

Warum nicht Neuseeland? (Im Bild Auckland). Briten, die nach dem Brexit-Votum nach einem Plan B Ausschau halten, denken unter anderem offenbar an Neuseeland und Australien, wie die Klickzahlen der Einwandererseiten vermuten lassen. (Archivbild)
Warum nicht Neuseeland? (Im Bild Auckland). Briten, die nach dem Brexit-Votum nach einem Plan B Ausschau halten, denken unter anderem offenbar an Neuseeland und Australien, wie die Klickzahlen der Einwandererseiten vermuten lassen. (Archivbild) © KEYSTONE/AP/Alastair Grant
Nach dem Brexit-Votum haben die Einwanderungsbehörden Neuseelands und Australiens einen Ansturm von britischen Besuchern auf ihren Webseiten erlebt. Die Klickzahlen gingen nach dem Votum vom 23. Juni sprunghaft hoch.

In Neuseeland sei die Seite mit Tipps zum Auswandern in den zwei Wochen nach dem Votum aus Grossbritannien 5300 Mal am Tag angeklickt worden, verglichen mit durchschnittlich 1700 Klicks vorher, sagte ein Sprecher der Einwanderungsbehörde der Nachrichtenagentur dpa.

Fast doppelt so viele Briten registrierten sich auf der Webseite, um automatische Informationen über Studien-, Arbeits- und Investmentmöglichkeiten in Neuseeland zu erhalten.

In Australien stiegen die Klicks aus Grossbritannien auf der Seite mit Einbürgerungsbestimmungen am Tag nach dem Referendum um 368 Prozent auf 890. Die Zahl der Klicks sei auch einen Monat nach dem Referendum noch 27 Prozent höher als davor, teilte die Behörde auf Anfrage mit.

Das britische Stimmvolk sprach sich am 23. Juni dafür aus, die Europäischen Union zu verlassen. Das dämpft die Konjunkturaussichten in Grossbritannien und anderen europäischen Ländern.

Neuseeland und Australien – für beide ist Grossbritannien ein bedeutender Handelspartner – streben nach dem EU-Austritt der Briten einen neuen Freihandelsvertrag mit diesen an.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen