Holt sie uns den Sieg am ESC?

Man darf wieder einmal hoffen: Auf einen Schweizer Auftritt beim Eurovision Song Contest (ESC), der nicht mit “Zero Points” endet. Die schweizerisch-kanadische Doppelbürgerin Rykka versucht, sich in die europäischen Herzen zu trällern. Wir haben mit ihr über Fasnacht, Berge und Céline Dion gesprochen.

Mit einem riesigen Gitarrenkoffer betritt Christina Maria Rieder, wie Rykka mit richtigem Namen heisst, das Studio. Dazu trägt sie eine selbstgestrickte Jacke und einen blonden Pony. Eigentlich würde sie besser in eine kleine, hippe Bar statt auf die Bühne des ESC passen. Aber genau dort steht sie heute Abend im Halbfinal und versucht ihr Glück.

“Ich stelle mir vor, dass ich gewinne”

An Selbstvertrauen mangelt es der 30-jährigen Rykka nicht. “Wenn ich nicht denken würde, dass ich gewinne, würde ich auch nicht nach Stockholm fahren.” Angst vor einer erneuten Schweizer Nullnummer hat sie nicht. Und die Vorzeichen stehen auch nicht schlecht. So wird sie beispielsweise schon mit Céline Dion verglichen. Die Kanadierin, die 1988 für die Schweiz am ESC mitgemacht – und gewonnen hat. “Sie ist eine Legende. Es ehrt mich, wenn man mich mit ihr vergleicht”, meint Rykka. “Als Kind habe ich immer Titanic mit ihrer Musik geschaut.”

 Fasnacht findet sie super

Aufgewachsen ist Rykka in Kanada, unterdessen wohnt sie in Meilen, am Zürichsee. “Ich liebe die Berge in der Schweiz. Wenn mich jemand fragt, wo ich am liebsten wäre auf der Welt, dann wären das die Schweizer Berge.” Tönt noch etwas nach Touristenbroschüre, aber ganz nett. Ausführlicher erzählt sie über die Fasnacht in der Schweiz. “Das ist meistens eine coole Sache und man hat viel Spass. Ich gehe zum Teil mit meinem Vater an die Partys.”

Wieso eigentlich Rykka?

Den Namen hat die junge Sängerin, ganz unspektakulär, aus einem Namensbuch für Kinder. “Ich glaube, er ist aus Skandinavien und bedeutet Kraft oder Stärke.” So habe sie in Schweden sicher bessere Chancen, meint sie schmunzelnd. Na dann, viel Glück!

(dac)


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