HSG will gegen Uni-Bschiss vorgehen

HSG will gegen Uni-Bschiss vorgehen
© KEYSTONE
Wer zu faul ist, die Seminar- oder Bachelorarbeit selber zu schreiben, lässt sie von einem Ghostwriter schreiben. Plagiate und Ghostwriting sind ein immer grösseres Problem an Schweizer Universitäten. Die Universität St.Gallen reagiert nun auf diesen Trend und reicht Strafanzeige ein.

Mindestens 200 Studenten haben schweizweit im 2015 Arbeiten eingereicht, die sie nicht selber geschrieben haben. Das haben Recherchen der SRF-Sendung “Rundschau” hervorgebracht. Gegen Bezahlung engagieren sie einen Ghostwriter. Eine Firma, die dieses Geschäft professionell betreibt, ist die deutsche Agentur “Acad-Write”. Rund drei Millionen Umsatz hat die Ghostwriting-Agentur im 2015 verbucht.

Der Geschäftsführer von Acad-Write bestätigt gegenüber der Rundschau die steigende Nachfrage von Studenten. Um diesem Trend entgegenzutreten, hat die Universität St.Gallen nun Strafanzeige eingereicht. Nun wird die Staatsanwaltschaft ermitteln. Eine schwierige Aufgabe, denn Ghostwriting an den Unis fällt in den seltensten Fällen auf.

Experten wie die Genfer Uni-Professorin Michelle Bergadaà sind alarmiert über die Entwicklungen diesbezüglich an Schweizer Unis. Sie geht davon aus, dass die Hälfte der Studenten bei ihren Arbeiten schummelt, oder zumindest Teile davon einkauft. Sie fordert, dass Schweizer Universitäten entschiedener gegen dieses Problem vorgehen.

Die HSG hat schon mal einen Schritt in diese Richtung gemacht.

(red)


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