Hulk Hogan verklagt Pornoseite

Terry Bollea alias Hulk Hogan am Montag vor Gericht. Verhandelt wird seine Schadenersatzklage gegen die Internetplattform "Gawker", die einen privaten Sexfilm mit ihm verbreitet hat.
Terry Bollea alias Hulk Hogan am Montag vor Gericht. Verhandelt wird seine Schadenersatzklage gegen die Internetplattform "Gawker", die einen privaten Sexfilm mit ihm verbreitet hat. © /AP Pool Tampa Bay Times/BOYZELL HOSEY
Der frühere Wrestler Hulk Hogan hat im Prozess um ein wohl heimlich gedrehtes Sexvideo erklärt, er habe sich von der Veröffentlichung “komplett gedemütigt” gefühlt. Er fordert deshalb von der Internetplattform “Gawker” 100 Millionen Dollar.

Der rund 30-minütige Clip stammt offenbar aus dem Jahr 2007 und zeigt den ehemaligen Sportler beim Sex mit der damaligen Frau seines früheren besten Freundes. “Gawker” hatte 2012 eine gekürzte Version monatelang im Netz gezeigt und Millionen von Klicks generiert, wie US-Medien am Montag berichteten.

Ein Anwalt der Plattform wies den Vorwurf der Verletzung der Privatsphäre zurück. Sexvideos mit Prominenten seien ein “kulturelles Phänomen”, sagte er laut “New York Times”. Solche Aufnahmen seien von öffentlichem Interesse und deshalb von der Meinungsfreiheit geschützt. Der Prozess soll mindestens zwei bis drei Wochen dauern.

Terry Bollea, wie Hogan tatsächlich heisst, hatte es in den 80er und frühen 90er Jahren als erster Wrestler zu weltweitem Ruhm gebracht. Serien wie “Thunder in Paradise” waren in vielen Ländern erfolgreich. Der gut zwei Meter grosse Hüne mit dem markanten Bart und dem Kopftuch ist nach wie vor eine auffallende Erscheinung.

(SDA)


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