Hunderte St.Gallerinnen pilgern für mehr Rechte

Von Christoph Fust
Männer sollen nicht mehr unter sich entscheiden über Stellung und Aufgaben der Frauen in der katholischen Kirche. Mit dieser Forderung im Gepäck marschierten am Dienstag in St.Gallen Hunderte Frauen los Richtung Rom.

Seit mehr als zwei Jahren reift das Projekt “Kirche mit den Frauen” im Kopf von Initiantin Hildegard Aepli. Sie arbeitet beim bischöflichen Ordinariat in St.Gallen und ist froh, geht es endlich los: “Wir Frauen haben etwas einzubringen und das ist noch zu wenig genutzt in der katholischen Kirche”, sagt sie.

1000 Kilometer in zwei Monaten

Unterstützung erhält sie von Hunderten Frauen aus der ganzen Schweiz, welche am Dienstag die erste Etappe von St.Gallen nach Teufen mitlaufen. Eine Kerngruppe von 16 Frauen wird die ganze Strecke von etwa 1000 Kilometer nach Rom pilgern – täglich zwischen 15 und 25 Kilometer. Am 2. Juli soll das Anliegen dann Papst Franziskus überbracht werden.

Mit dem Segen des Bischofs

Zum heutigen Start wurde in der Kathedrale St.Gallen ein Gottesdienst abgehalten. Auch Bischof Markus Büchel findet das Anliegen der Frauen wichtig: “Unsere männergeprägte Kirche muss noch mehr lernen, dass Frauen auch in Entscheidungsgremien mit einbezogen werden.” Er trete zwar nicht zur Pilgerreise an, bei der Ankunft in Rom anfangs Juli wird er jedoch auch vor Ort sein. Und er ist guter Hoffnung, dass Papst Franziskus offen für das Anliegen der Frauen ist.

Auf der Internetseite der Aktion können Interessierte übrigens jede Etappe nachverfolgen und so auch noch später dazustossen.


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