“Ich bin enttäuscht”

FCSG-Sportchef Christian Stübi: "Unsere Erwartungen haben wir nicht erfüllt."
FCSG-Sportchef Christian Stübi: "Unsere Erwartungen haben wir nicht erfüllt." © (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Die Saison ist vorbei: Der FC St.Gallen hat erneut eine miese Rückrunde gespielt. Die Bilanz von Sportchef Christian Stübi fällt entsprechend schlecht aus. Dennoch würde er vieles wieder genauso machen. Nur auf einen Transfer würde er verzichten.

Passender hätte der FCSG die Meisterschaft nicht beenden können. Sang- und klanglos ging er gegen Lugano unter. Trainer Joe Zinnbauer hatte im Tessin auf eine Reaktion gehofft. Vor der Begegnung sagte er, dass die Spieler alles tun müssten, um sich mit einer guten Leistung von den Fans zu verabschieden. Heraus kam aber ein peinliches 0:3.

Der FCSG beendet die Saison auf dem siebten Rang. Mit nur 15 Punkten waren die Espen aber die schlechteste Mannschaft der Rückrunde, sogar schlechter als Lugano und Absteiger Zürich. Sportchef Christian Stübi weiss um die schlechte Bilanz. “Ich bin enttäuscht”, sagt er im Interview mit TVO. “Unsere Erwartungen haben wir nicht erfüllt.”

“Konstanz hat gefehlt”

Nicht zum ersten Mal zeigten die Espen eine so miese Rückrunde. Auch dieser Tatsache ist sich Stübi bewusst. Nur: Wie dies zu verhindern wäre, weiss er nicht. Der Verein habe einige Dinge angepasst. Die Massnahmen reichten aber nichts aus. “Wenn es so einfach wäre, hätten wir es schon lange gemacht”, sagt er leicht ratlos. Als eine der grössten Schwächen nennt er die fehlende Konstanz. Auf gute Spiele wie gegen den FCZ oder Thun folgte keine Bestätigung.

Gelmi und Hefti exzellent

Doch nicht nur die Mannschaft steht in der Kritik. Auch Christian Stübi, der seit einem Jahr im Amt ist, hat schon heitere Tage erlebt. Viele Fans sehen den Grund der schlechten Leistungen auch in seiner Transferpolitik. Doch Stübi verteidigt diese. “Den Umbruch mit den jungen Spieler würde ich genauso machen”, sagt er. Dieser sei wichtig für den Verein und die Region. Er hebt dabei unter anderem die Nachwuchsspieler Silvan Hefti und Roy Gelmi hervor. “Sie haben es exzellent gemacht”, sagt er.

Tréand zu Aarau

Weniger Freude hat Stübi an Batuhan Karadeniz. Der Verein sei mit der Verpflichtung des türkischen Badboys ein kleines Risiko eingegangen. “Ich würde es aber nicht mehr machen.” Der Stürmer wird den Verein verlassen müssen. Ebenfalls nicht mehr zum Kader gehören kommende Saison Tréand und Mathys. Der Franzose geht zu Aarau, der Schweizer wechselt zu Vaduz. Von weiteren Spielern dürfte sich der Verein in den kommenden Tagen ebenfalls trennen. Namen nennt Stübi aber nicht.

Wortkarg gibt sich der Sportchef auch bezüglich Verpflichtungen. In Vorarlberg gilt der Transfer von Seifedin Chabbi von Austria Lustenau zu den Espen als fix. Das St.Galler Tagblatt vermeldet, dass der FCSG den 20-jährigen Stürmer Batuhan Altintas vom HSV in die Ostschweiz locken will. Stübi nimmt zu den Gerüchten keine Stellung. Er sagt einzig, dass der Verein eine schlagfertige Mannschaft zusammenstellen wolle. Die Fans hoffen, dass dies dann auch zutrifft. 

(dsc)


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