Indiana Jones ist in der Ostschweiz

Indy kann nun in Frauenfeld entdeckt werden.
Indy kann nun in Frauenfeld entdeckt werden. © Keystone/AP Photo/Paramount Pictures, David James
Indiana-Jones-Fans aufgepasst! Der heilige Gral, das Kreuz von Coronado oder die Bundeslade werden schon bald in Frauenfeld zu sehen sein. Der Schatzjäger erhält seine eigene Ausstellung.

Ab Samstag kann man im Archäologischen Museum Frauenfeld eine Indiana-Jones-Ausstellung besichtigen. Möglich gemacht hat das eine Privatsammlung vom wohl grössten Indiana-Jones-Fan der Schweiz.

Original-Requisiten

Der Thurgauer Andreas Dragone sammelt seit 35 Jahren alles, was mit dem Leinwandhelden zu tun hat. Als Kind Sticker und Malbücher, später vor allem originalgetreu nachgebaute Requisiten. Aber auch Original-Requisiten befinden sich in der Sammlung. «Ich besitze eine der grössten Privatsammlungen, die in Europa existieren.» Seine Liebe zu dem Film-Helden sieht man übrigens auf den ersten Blick. Wie sein Idol, trägt Dragone stets einen Hut und Lederjacke.

Lang ersehnter Traum

Die Ausstellung in Frauenfeld bedeutet dem 42-jährigen Indiana Jones-Fan extrem viel. «Mit der eigenen Ausstellung geht ein langersehnter Traum für mich in Erfüllung. Ich wollte meine Sachen schon immer in einem Museum präsentieren», sagt Dragone. Gezeigt wird in der Ausstellung auch sein Lieblingsstück: Das Goldene Idol. Indiana Jones sucht im Film «Jäger des verlorenen Schatzes» nach dieser kostbaren Figur.

Heimliche Indiana Jones-Fans

Auch Urs Leuzinger, der Leiter des Thurgauer Museums für Archäologie, freut sich über diese spezielle Ausstellung. «Am meisten hat mich die enorm positive Reaktion der Leute überrascht. Plötzlichen haben sich Nachbarn und Freude als heimliche Indiana-Jones-Fans geoutet.» Ihm persönlich gefällt es vor allem, dass sich echte Archäologie und die aus den berühmten Filmen verbindet. «Die Ausstellung bietet die ideale Möglichkeit, die Archäologie auf eine attraktive Art der Bevölkerung zu vermitteln und lockt hoffentlich viele neue Besucher an.»

Selbst ein Held

Nicht nur die Indiana-Jones-Fans sollen etwas von der Privatausstellung haben. Andreas Dragone verknüpft sie mit einem guten Zweck und sammelt damit Geld für die Kindernothilfe Schweiz. «Im zweiten Film hilft Indiana Jones Kindern in Indien und befreit sie aus der Sklaverei. Auch ich will Kindern helfen», sagt er. Selbst will er übrigens jedes Wochenende an der Ausstellung sein.

(kov)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen