Jekaterinburg im Halbfinal gegen Lugano

Jekaterinburg jubelt, für die Mannheimer ist der Spengler Cup vorbei
Jekaterinburg jubelt, für die Mannheimer ist der Spengler Cup vorbei © KEYSTONE/SPENGLER CUP/PASCAL MULLER
Mannheim kann Automobilist Jekaterinburg im Verlierer-Tableau nicht aufhalten. Die Russen beherrschen die Deutschen problemlos und stehen nach dem 3:1 im Halbfinal gegen Lugano. Neben Lugano hat sich mit dem Gastgeber Davos auch der zweite NLA-Klub für die Halbfinals qualifiziert.

Der Schweizer Meister rang Helsinki nach einem 2:4-Rückstand in der spektakulären Overtime 5:4 nieder.

Ihre Ressourcen sind beträchtlich. Ihr spielerisches Repertoire brauchten die Russen beim Warm-up vor dem Duell mit dem HC Lugano allerdings nicht auszuschöpfen. Mit einem sehenswerten Dribbling verschaffte Alexander Tortschenjuk dem Favoriten früh den entscheidenden 2:0-Vorsprung (11.). An den sieben Skorerpunkten vor der ersten Pause waren zu 70 Prozent tschechische und finnische Professionals beteiligt.

Die Turnierbilanz der Teams aus der Kontinentalen Hockey-Liga bleibt vorzüglich. Andrej Rasins Auswahl bietet sich die Option, als siebter osteuropäischer Repräsentant seit der KHL-Gründung vor sieben Jahren in den Final vorzurücken.

Aus Sicht der zwar robusten, aber zu berechenbaren Deutschen verlief das Programm im Rahmen der aktuellen Verfassung. Die Sorgen und internen Probleme hinterliessen Spuren, das Grounding war nach acht DEL-Pleiten in Folge vorhersehbar. Zur ungemütlichen Situation passt, dass sich mit Brandon Yip und Danny Richmond zwei weitere Schlüsselspieler verletzten.

Jekaterinburg – Adler Mannheim 3:1 (3:0, 0:0, 0:1)

6300 Zuschauer (ausverkauft). – SR Stricker/Wehrli, Borga/Fluri. – Tore: 8. Kivisto (Roman) 1:0. 11. Tortschenjuk (Roman) 2:0. 17. Jemelin (Kivisto, Elo/Ausschluss Eminger) 3:0. 51. Raedeke (Arendt, Carle) 3:1. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Jekaterinburg, 5mal 2 Minuten gegen Adler Mannheim.

Jekaterinburg: Ustinski; Megalinski, Antonowski; Timaschow, Turbin; Trjamkin, Kivisto; Tortschenjuk, Roman, Garejew; Michnow, Golyschew, Koukal; Elo, Jemelin, Knjasew; Mitjakin, Alexejew, Welitschkin; Polosow, Popow.

Adler Mannheim: Endras; Fischer, Wagner; Nikolaj Goc, Carle; Bittner, Eminger; Buchwieser, Joudrey, Kink; Wilson, Ullmann, Hecht; Riefers, Hospelt, Arendt; Wilson.

Bemerkungen: Jekaterinburg ohne Schurawljow, Simakow, Schtschemerow, Woropajew, Wassilewski (alle überzählig), Adler ohne Tardif, Reul, Marcel Goc, Yip, Richmond (alle verletzt), Akdag, MacMurchy (beide krank). 45. Timeout von Jekaterinburg. Mannheim ab 58:44 ohne Goalie. 60. (59:55) Pfostenschuss von Elo.

(SI)


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