Jemens Präsident wieder aus Exil zurück

Jemens Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi vor einer Woche bei einer Konferenz in Riad
Jemens Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi vor einer Woche bei einer Konferenz in Riad © KEYSTONE/AP/HASAN JAMALI
Der von schiitischen Rebellen ins Exil vertriebene jemenitische Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi ist erneut in die provisorische Hauptstadt Aden im Süden des Landes zurückgekehrt. Hadi landete am Dienstag aus Saudi-Arabien kommend auf dem Flughafen von Aden.

Er begab sich sofort zum Präsidentenpalast. Hadi wolle die am Montag gestartete Offensive der Regierungstruppen zur Rückeroberung der südwestlichen Provinz Taes beaufsichtigen, teilte ein Vertreter der Präsidentschaft mit. Hadi hatte sich bereits im September ein paar Tage in Aden aufgehalten.

Offensive zur Rückeroberung

Taes ist seit Monaten Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen. Diese hatten am Montag mit Unterstützung der von Saudi-Arabien angeführten arabischen Militärkoalition eine Offensive zur Rückeroberung der Provinz gestartet.

Norden weiter von Rebellen kontrolliert

Im Jemen kämpfen seit September 2014 die Truppen von Hadi gegen die schiitischen Huthi-Rebellen und andere Gruppen, die dem ehemaligen Präsidenten Ali Abdallah Saleh die Treue halten. Seit März fliegt die arabische Militärkoalition Luftangriffe auf die Rebellen. Im Juli konnten die Regierungstruppen mit dieser Unterstützung Aden zurückerobern. Der Norden des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa, wird weiter von den Rebellen kontrolliert.

Wegen Kämpfe geflohen

Hadi war im Zuge der Kämpfe ins Exil nach Saudi-Arabien geflohen. Am 22. September kehrte er nach Aden zurück, ging allerdings bereits nach einigen Tagen wieder ins Exil in der saudiarabischen Hauptstadt Riad. Nach einem Attentat auf den provisorischen Sitz der Regierung in einem Hotel in Aden am 6. Oktober reisten auch Hadis Ministerpräsident Chaled Bahah und dessen Kabinett nach Riad aus.

Nach UNO-Angaben wurden in dem Konflikt in Jemen seit März mehr als 5000 Menschen getötet, mehr als die Hälfte davon Zivilisten. Rund 25.000 Menschen wurden verletzt.

(SDA)


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