Jetsetter Walter Beller war Augenzeuge von Tschanuns Bluttat

Der Baulöwe Walter Beller - hier mit seiner Gattin Irina - war nicht immer schon der sorglose Cervelat-Promi: Vor knapp 30 Jahren erlebte er Günther Tschanuns Vierfachmord hautnah mit. Das traumatisierte ihn nachhaltig. (Archivbild)
Der Baulöwe Walter Beller - hier mit seiner Gattin Irina - war nicht immer schon der sorglose Cervelat-Promi: Vor knapp 30 Jahren erlebte er Günther Tschanuns Vierfachmord hautnah mit. Das traumatisierte ihn nachhaltig. (Archivbild) © KEYSTONE/ANTHONY ANEX
Man kennt den Zürcher Baulöwen Walter Beller vor allem als sorgenfreien Jetsetter und Gatte der glamourösen Irina. Doch jetzt enthüllte er ein schockierendes Geheimnis: Er war vor 30 Jahren Augenzeuge, als Günther Tschanun vier seiner Untergebenen erschoss.

Bauunternehmer Beller sass an jenem 16. April 1986 in der Sprechstunde des Kreis-Architekten, als dessen Chef Tschanun hereinkam und seinen Mitarbeiter mit einem Kopfschuss umbrachte. Noch heute könne er sich keinen Krimi anschauen, in dem Leuten in den Kopf geschossen werde, erzählte Beller dem “SonntagsBlick”; sobald sich ein Filmplot auf so eine Situation hinbewege, schalte er den Fernseher aus.

Beller ist überzeugt, dass Tschanuns Tat kein Amoklauf war, sondern eine kalt geplante Hinrichtung. Während er nämlich noch auf der Wartebank sass, habe er beobachtet, wie Tschanun die Situation abcheckte. Ausserdem: Wäre es ein Amoklauf gewesen, so hätte der Mörder auch auf den Augenzeugen geschossen.

Walter Beller ist – wie seinerzeit die Richter – der Meinung, Tschanuns Behauptung, er sei gemobbt worden, treffe nicht zu. Ein bisschen was dürfte aber dennoch dran gewesen sein: “Tschanun war ein Nobody in der Branche”, sagt Beller. “Ab und zu hörte ich, er sei eine Pfeife”.

(SDA)


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