Johaug verliert Führung an Östberg

Leaderwechsel: Therese Johaug (re.) muss ihrer Landsfrau Ingvild Flugstad Östberg zum Sieg in der 3. Etappe der Tour de Ski gratulieren
Leaderwechsel: Therese Johaug (re.) muss ihrer Landsfrau Ingvild Flugstad Östberg zum Sieg in der 3. Etappe der Tour de Ski gratulieren © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Therese Johaug muss sich in der dritten Etappe der Tour de Ski in Lenzerheide erstmals in diesem Winter in einem Distanzrennen geschlagen geben. Neue Leaderin ist Ingvild Flugstad Östberg.

Im Verfolgungsrennen über 5 km im Skating-Stil distanzierte die Norwegerin Ingvild Flugstad Östberg ihre Landsfrau Johaug um 9,3 Sekunden, obwohl sie mit 4,5 Sekunden Rückstand gestartet war. Nach drei Siegen im Sprint gewann Östberg erstmals im Weltcup ein Distanzrennen. “Das ist ein grosser Tag für mich”, meinte die 25-Jährige aus Gjövik, die im Sommer auch schon in der zweithöchsten norwegischen Liga Fussball gespielt hat. “Die Taktik ist perfekt aufgegangen.” Sie habe nicht sofort zu Johaug aufschliessen, sondern ihr Tempo laufen wollen.

Erstaunlicherweise hatte aber am Ende Östberg die grösseren Reserven. “Ich bin sehr überrascht, denn es kommt nicht oft vor, dass ich Therese müde sehe”, erklärte die strahlende Östberg. Nach einem Ruhetag geht es am Dienstag in Oberstdorf mit einem Klassisch-Sprint weiter, in dem die Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Teamsprint ihren Vorsprung auf Tour-Favoritin Johaug (aktuell 14,3 Sekunden) weiter ausbauen könnte. Für den Sieg kommen nur noch diese beiden in Frage, die drittplatzierte Heidi Weng liegt bereits über zwei Minuten zurück.

Von den Schweizerinnen holten Seraina Boner (23.) und Nathalie von Siebenthal (26.) mit knapp respektive gut fünf Minuten Rückstand Weltcup-Punkte. Boner stieg am Sonntag wie im Vorjahr vorzeitig aus der Tour de Ski aus und konzentriert sich wieder auf die Rennen im Rahmen der Langdistanz-Serie “Ski Classics”. Von Siebenthal, die über die Weihnachtstage durch eine Erkältung in der Tour-Vorbereitung gestört wurde, freut sich derweil über den Ruhetag vor der 4. Etappe. “Ich hatte sehr müde Beine”, gab die 22-jährige Berner Oberländerin nach dem Verfolgungsrennen zu Protokoll. Ihre Chancen, in der Gesamtwertung wie im letzten Jahr in die Top 18 zu laufen, sind aber nach wie vor intakt.

(SDA)


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