Kamerahersteller Leica wieder auf der Erfolgsschiene

Die Leica ist Kult. Zahlreiche berühmte Fotografinnen und Fotografen, wie im Bild René Burri, beobachteten die Welt durch ihr Objektiv. (Archiv)
Die Leica ist Kult. Zahlreiche berühmte Fotografinnen und Fotografen, wie im Bild René Burri, beobachteten die Welt durch ihr Objektiv. (Archiv) © /KEYSTONE/LAURENT GILLIERON
Zwölf Jahre nach der drohenden Pleite hat der traditionsreiche deutsche Kamerahersteller Leica im vergangenen Geschäftsjahr 2015/16 einen Rekordumsatz erzielt. Dieser stieg um 12 Prozent auf 365 Millionen Euro.

Leica investiere 11 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung, sagte Konzernchef Oliver Kaltner. Das Unternehmen aus dem hessischen Wetzlar plane, pro Jahr mindestens zehn weitere Leica Stores und Boutiquen zu eröffnen. Derzeit gibt es 34 Leica-Stores weltweit, 35 Partner-Geschäfte und 135 Shop-in-Shop-Boutiquen.

Leica-Kameras sind ein Mythos in der Fotografie. Zahllose legendäre Aufnahmen entstanden mit den Apparaten des Traditionsunternehmens. Den Grundstein für diese Erfolgsgeschichte legte die Ur-Leica, die 1914 in Wetzlar erfunden und gebaut wurde.

Zu Anfang des neuen Jahrtausends steckte Leica aber in einer schweren Krise. Das Traditionshaus schien im Zeitalter der Digitalfotografie den Anschluss zu verlieren und sah sich starker Konkurrenz aus Asien ausgesetzt.

Nachdem im Jahr 2005 der Österreicher Andreas Kaufmann einstieg, Spross einer schwerreichen Familie, gelang dem Unternehmen jedoch ein Comeback. 2011 engagierte sich auch der US-Finanzinvestor Blackstone.

In der vergangenen Woche hatte der chinesische Telekommunikationsriese Huawei seine Zusammenarbeit mit Leica bekanntgegeben. Das neue Smartphone P9 ist mit einer Kamera des Wetzlarer Herstellers ausgestattet.

(SDA)


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