Kanada will CO2-Ausstoss durch Mindestpreis senken

Der kanadische Regierungschef Justin Trudeau will den Preis für eine Tonne CO2 in Kanada bis 2022 auf 50 kanadische Dollar steigen lassen. Archivbild)
Der kanadische Regierungschef Justin Trudeau will den Preis für eine Tonne CO2 in Kanada bis 2022 auf 50 kanadische Dollar steigen lassen. Archivbild) © KEYSTONE/EPA / POOL/PETER FOLEY / POOL
Kanada will ab 2018 einen CO2-Mindestpreis einführen. Premierminister Justin Trudeau sieht darin einen wichtigen Schritt zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, wie er am Montag im Parlament in Ottawa sagte.

Der Mindestpreis soll von der Regierung zentral festgelegt werden. Jede Provinz kann aber selbst entscheiden, wie sie das Geld eintreiben will, etwa über eine CO2-Steuer oder einen Emissionshandel.

Die Regierung spricht sich für einen Mindestpreis von zehn kanadischen Dollar (rund 7.50 Franken) pro Tonne CO2 aus, wie Trudeau sagte. Bis 2022 soll er dann jedes Jahr um zehn Dollar steigen und letztlich bei 50 Dollar liegen.

Die Opposition und mehrere Provinzen wiesen die Pläne umgehend zurück. Viele kanadische Familien hätten bereits «Probleme, über die Runden zu kommen», sagte der konservative Parlamentsabgeordnete Ed Fast. «Ihnen eine massive CO2-Steuer aufzuzwingen, ist das letzte, was sie brauchen.»

Kanada wird das Pariser UNO-Klimaabkommen vermutlich noch diese Woche ratifizieren. Das Land ist nach UNO-Angaben für 1,95 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

(SDA)


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