Kein Klanghaus Toggenburg

So hätte das Klanghaus von innen ausgesehen.
So hätte das Klanghaus von innen ausgesehen. © pd
Kein Klanghaus Toggenburg: Das Grossprojekt ist am Dienstag im St.Galler Kantonsrat in der Schlussabstimmung gescheitert. Das für einen Kantonsbeitrag von 19 Mio. Franken notwendige qualifizierte Mehr von 61 Stimmen wurde nicht erreicht.

Das geplante Klanghaus am Schwendisee oberhalb von Unterwasser sollte mit einer einzigartigen Akustik zum musikalischen und architektonischen Zentrum für Naturtonmusik werden. Der Beratung im Kantonsrat ging eine längere Planungsphase voraus.

Für die Zustimmung wäre eine qualifizierte Mehrheit von 61 der 120 möglichen Stimmen nötig gewesen. Erreicht wurden aber nur 56 Ja-Stimmen. 43 Kantonsrätinnen und Kantonsräte sprachen sich dagegen aus, sechs enthielten sich der Stimme. Mit diesem Abstimmungsresultat ist das Projekt für ein Klanghaus im Toggenburg vorläufig gescheitert. Eine im Herbst 2016 vorgesehene Volksabstimmung findet nun nicht mehr statt.

In der ersten Lesung in der Novembersession hatte der Kantonsrat einem Baubeitrag von 19 Mio. Franken noch mit 77 Ja- gegen 30 Nein-Stimmen bei 4 Enthaltungen deutlich zugestimmt. Ein ähnliches Ergebnis gab es in der zweiten Lesung am Montagnachmittag in der Februarsession.

Vor der Schlussabstimmung am Dienstagabend hatte ein Sprecher der SVP erklärt, dass die Fraktion grossmehrheitlich aus finanziellen Gründen gegen das Projekt sei. Mit dem gleichen Argument sprach sich danach auch der Sprecher der BDP/GLP-Fraktion gegen den Kantonsbeitrag aus, gefolgt vom Sprecher einer Minderheit der CVP-EVP-Fraktion.

Regierungsrat Martin Klöti betonte, dass das Projekt eine 20 Jahre lange Vorgeschichte habe und dass dem Beitrag in erster und zweiter Lesung deutlich zugestimmt worden sei. Eine Ablehnung in der Schlussabstimmung bedeute “einen Affront” für das Toggenburg, für den Kanton und für die Kulturpolitik, erklärte er.

 

(SDA)


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