Kloten Flyers mit starkem Mitteldrittel gegen Lugano

Einer der Klotener Torschützen beim 5:4 gegen Lugano: Corsin Casutt (rechts)
Einer der Klotener Torschützen beim 5:4 gegen Lugano: Corsin Casutt (rechts) © KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER
Für die Kloten Flyers sind die Playoffs nach wie vor aus eigener Kraft machbar. Mit dem 5:4 über Lugano realisieren die Flyers den fünften Sieg aus den letzten sechs Spielen.

Die Entscheidung fiel im Mitteldrittel, als Corsin Casutt innerhalb von 143 Sekunden mit einem Doppelschlag zum 5:2 die aufgekommenen Tessiner wieder distanzierte. Für Casutt waren es die Saisontore Nummer 7 und 8. Nach einem 3:0- sowie 5:2-Vorsprung liessen die Zürcher Unterländer die Tessiner jeweils nochmals bis auf einen Treffer herankommen – mehr liessen sie aber nicht mehr zu. Bereits in den ersten vier Minuten waren die Flyers mit einem Doppelschlag davon gezogen. Nationalstürmer Matthias Bieber erzielte das (haltbare) 1:0 und bereitete 55 Sekunden später das 2:0 in Überzahl von Peter Guggisberg vor.

Captain Denis Hollenstein erhöhte dann zu Beginn des Mitteldrittels gar auf 3:0, ehe der formstarke Ex-Klotener Raffaele Sannitz mit einem Doppelschlag innerhalb von gut vier Minuten auf 2:3 verkürzte. Auch beim dritten Treffer der Tessiner durch Verteidiger Lorenz Kienzle zum 3:5 aus Sicht der Gäste stand Sannitz auf dem Eis. Maxim Lapierre liess dann mit einem weiteren Treffer für die Tessiner (57.) im Finish noch Spannung aufkommen.

Bei den Flyers stand von Beginn an Luca Boltshauser im Tor. Der im letzten NLA-Heimspiel gegen Genève-Servette (1:4) mit einer Oberkörperverletzung ausgeschiedene Martin Gerber ist ein weiteres Mal in der laufenden Saison nicht einsatzfähig. Gerbers Stellvertreter Boltshauser zeigte eine solide Leistung. Das schon für die Playoffs qualifizierte Lugano wirkte insgesamt aber zu wenig entschlossen, um Boltshauser nachhaltig unter Druck zu setzen.

Die Kloten Flyers treffen nun zum Abschluss der Qualifikation noch zweimal auf die SCL Tigers; am Freitag daheim und am Samstag im Emmental. Mit dem Punktemaximum aus diesen beiden Spielen würden die Zürcher Unterländer auf jeden Fall in den Playoff-Rängen verbleiben.

Telegramm:

Kloten Flyers – Lugano 5:4 (2:0, 3:2, 0:2)

4801 Zuschauer. – SR Eichmann/Koch, Borga/Kohler. – Tore: 3. Bieber (Stoop) 1:0. 4. Guggisberg (Bieber, von Gunten/Ausschluss Walker) 2:0. 24. Hollenstein 3:0. 25. Sannitz 3:1. 29. Sannitz (Reuille) 3:2. 30. Casutt (Schelling, Olimb) 4:2. 32. Casutt (Olimb) 5:2. 42. Kienzle (Bertaggia) 5:3. 57. Lapierre (Chiesa) 5:4. – Strafen: je 3mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Santala; Klasen.

Kloten Flyers: Boltshauser; Frick, Gustafsson; Stoop, Back; von Gunten, Collenberg; Schelling; Praplan, Santala, Hollenstein; Kellenberger, Sheppard, Bieber; Guggisberg, Olimb, Casutt; Leone, Liniger, Obrist; Romano Lemm.

Lugano: Merzlikins; Chiesa, Furrer; Ulmer, Julien Vauclair; Hirschi, Kparghai; Kienzle, Sartori; Walker, Sannitz, Reuille; Pettersson, Stapleton, Klasen; Fazzini, Lapierre, Hofmann; Kostner, Morini, Bertaggia.

Bemerkungen: Kloten Flyers ohne Martin Gerber, Hasani und Harlacher (alle verletzt) sowie Kolarik (überzähliger Ausländer), Lugano ohne Manzato, Brunner und Steinmann (alle verletzt) sowie Martensson (krank). – 59:20 Timeout Lugano, ab 58:44 ohne Torhüter.

(SDA)


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