Kloten in Bedrängnis

Klotens Goalie Martin Gerber muss gegen Genf hinter sich greifen
Klotens Goalie Martin Gerber muss gegen Genf hinter sich greifen © KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER
Die Kloten Flyers kassieren im Rennen um einen der letzten Playoff-Plätze einen Rückschlag. Die Klotener verlieren das Heimspiel gegen Servette mit 1:4. Fast alles läuft aus Klotener Sicht schief. Denn das Team von Sean Simpson spielte durchaus nicht schlecht.

Die Klotener erspielten sich im ersten Abschnitt sogar leichte Vorteile. Und sie vergaben auch im zweiten Abschnitt grösste Torchancen. Das grosse Engagement wurde indes nicht belohnt. Im Abschluss fehlte den Flyers die Ruhe. Womöglich spielte das Heimteam auch etwas zu kompliziert. Servette machte auf jeden Fall dem Gegner vor, wie es geht: Mit blitzschnellen, zielstrebigen Angriffen skorten die Genfer in regelmässigen Abschnitten.

Markante Unterschiede gab es nicht nur in der Spielausrichtung. Völlig unterschiedlich spielten die beiden Teams auch Powerplay: Den Kloten Flyers boten sich vier Gelegenheiten in Überzahl. Die Klotener erzielten aber erst sechs Minuten vor Schluss durch James Sheppard ein Powerplay-Tor, als die ersten Zuschauer das Eisstadion am Schluefweg bereits verlassen hatten. Hingegen kassierte Kloten mit einem Mann mehr auf dem Eis aber in der 13. Minute auch das ersten Gegentor durch Damien Riat. Servette spielte dreimal Powerplay und markierte bereits bei der zweiten Chance das siegsichernde 3:0 durch Verteidiger Goran Bezina.

Mit unterschiedlichem Erfolg schlugen sich auch die Goalies. Genfs Robert Mayer zeigte eine tadellose Leistung und verpasste mit 26 Paraden nur knapp einen weiteren Shutout. Klotens Martin Gerber wehrte 23 von 26 Schüssen ab, schien inbesondere bei den Gegentreffern im zweiten Abschnitt nicht ganz ohne Schuld und wurde nach 40 Minuten ausgewechselt.

Servette verbesserte sich in der Tabelle auf den 2. Platz. Auch defensiv brillierten die Genfer wieder wie vor der Nationalmannschaftspause. Das 1:6 gegen Davos vom letzten Dienstag scheint nicht mehr als ein Ausrutscher gewesen zu sein.

Kloten Flyers – Genève-Servette 1:4 (0:1, 0:2, 1:1)

4927 Zuschauer. – SR Stricker/Wehrli, Bürgi/Wüst. – Tore: 13. Riat (Romy/Ausschluss Rubin!) 0:1. 24. Romy (Simek) 0:2. 34. Bezina (Roland Gerber, Eliot Antonietti/Ausschluss Hollenstein) 0:3. 49. Roland Gerber (Rod, Robert Mayer) 0:4. 55. Sheppard (Guggisberg/Ausschluss Roland Gerber) 1:4. – Strafen: 3mal 2 plus 10 Minuten (Sheppard) gegen Kloten Flyers, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. – PostFinance-Topskorer: Santala; D’Agostini.

Kloten Flyers: Martin Gerber (41. Boltshauser); Frick, Erik Gustafsson; Stoop, Back; Schelling, Collenberg; von Gunten; Bieber, Santala, Hollenstein; Guggisberg, Olimb, Sheppard; Leone, Obrist, Praplan; Casutt, Liniger, Kellenberger; Romano Lemm.

Genève-Servette: Robert Mayer; Vukovic, Fransson; Eliot Antonietti, Bezina; Détraz, Loeffel; Chuard; Simek, Romy, Riat; Roland Gerber, Lombardi, Rod; D’Agostini, Tom Pyatt, Pedretti; Traber, Kast, Rubin; Douay.

Bemerkungen: Kloten Flyers ohne Hasani (verletzt) und Kolarik (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Almond, Bays, Iglesias, Jacquemet, Mercier, Slater und Jérémy Wick (alle verletzt). – Pfosten-/Lattenschüsse: Santala (18.), Back (30.); Rod (38.).

(SDA)


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