Kreuzlinger Stadtpräsident tritt zurück

Der Kreuzlinger Stadtpräsident Andreas Netzle tritt zurück.
Der Kreuzlinger Stadtpräsident Andreas Netzle tritt zurück. © TAGBLATT/Reto Martin
Der Kreuzlinger Stadtpräsident Andreas Netzle tritt nach zehn Jahren per Ende Juli von seinem Posten zurück. An der 1. August-Feier verabschiede er sich von der Bevölkerung. Er hat einen Job in der Privatwirtschaft.

Per Medienmitteilung hat Netzle am Donnerstagmorgen seinen Rücktritt bekannt gegeben. Er habe sich nach zehn Jahren in Kreuzlingen entschlossen, sein politisches Mandat abzulegen. Er wolle wieder in der Privatwirtschaft tätig sein, so Netzle. Sein Ziel war es eigentlich, während drei Legislaturperioden tätig zu sein. «Es war nicht geplant, dass ich jetzt schon zurücktrete, aber ein Wechsel ist jetzt gerade richtig. Ich erhielt die Gelegenheit für einen Job in der Privatwirtschaft und habe sie ergriffen», sagt Netzle.

«Projekt erfordert Aufmerksamkeit»

Wo er arbeiten wird, möchte er noch nicht sagen. Dies werde von seinem neuen Arbeitgeber kommuniziert. «Ich freue mich auf die neue Aufgabe», meint er. Sein Rücktritt erfolge auch abgesehen von seinem neuen Job zu einem guten Zeitpunkt: So könne sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin das bevorstehende Stadthaus-Projekt von Beginn an begleiten. «Es ist ein grosses Projekt und erfordert Aufmerksamkeit und Begleitung. Daher ist es gut, dass es nicht mittendrin einen Wechsel geben wird», sagt Netzle.

Möchte keine Tipps geben

Netzle wurde im Jahr 2006 zum Stadtpräsidenten gewählt und zwei Mal im Amt bestätigt. Wie er sagt, habe es in Kreuzlingen in all den Jahren eine dynamische Entwicklung gegeben. Dies aufgrund einer überdurchschnittlichen Bevölkerungszunahme. Der angewachsene Anteil der Ausländer auf über die Hälfte der Einwohner war eine Herausforderung. «Kreuzlingen ist eine spezielle Stadt. Die Lage sowie die Internationalität – Kreuzlingen hat einen Ausländeranteil von 54 Prozent – macht die Stadt zu dem, was sie ist. Das Zusammenleben ist sehr spannend und funktioniert sehr gut», sagt Netzle. Auch wenn er als Stadtpräsident zurücktritt, wird er weiterhin in Kreuzlingen wohnen. Tipps für seinen Nachfolger möchte er nicht geben. «Jeder macht es so, wie es für ihn stimmt. Da muss ich keine Ratschläge geben», meint Netzle.

(str)


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