Stimmungsvolle Osternacht in Rom: Erinnern an Auferstehung Jesu

Das Kolosseum in Rom am Karfreitag vor der Ankunft von Papst Franziskus auf seinem symbolischen Kreuzweg.
Das Kolosseum in Rom am Karfreitag vor der Ankunft von Papst Franziskus auf seinem symbolischen Kreuzweg. © KEYSTONE/AP/ANDREW MEDICHINI
Papst Franziskus hat gemeinsam mit Tausenden Gläubigen eine stimmungsvolle Osternacht im Petersdom gefeiert. Am Abend des Karsamstags erinnerten die Menschen in der mehrere Stunden dauernden Liturgie an die Auferstehung von Jesus Christus.

Franziskus taufte während der Feier wie traditionell üblich mehrere Erwachsene. Sie stammten aus Italien, Albanien, Kamerun, Südkorea, Indien und China.

Das Kirchenoberhaupt rief die Menschen in seiner Predigt – offenbar auch mit Blick auf die Anschläge in Brüssel – auf, sich nicht von Problemen und Hindernissen überwältigen zu lassen. “Die Dunkelheiten und Ängste dürfen nicht den Blick der Seele auf sich lenken und vom Herz Besitz ergreifen”, sagte er.

Jesu Auferstehung könne Mut machen und helfen, “die Steine des Haders und das Geröll der Vergangenheit, die schweren Felsblöcke der Schwächen und des Versagens” aus dem Weg zu räumen, ergänzte der Papst. “Die christliche Hoffnung ist ein Geschenk, das Gott uns macht, wenn wir aus uns selbst herausgehen und uns ihm öffnen.”

Es werde immer Probleme geben, aber sie dürften nicht das Leben bestimmen. Es sei daher die Aufgabe der Kirche, “in den von der Traurigkeit bedrückten Herzen, in denen, die Mühe haben, das Licht des Lebens zu finden, die Hoffnung zu wecken und wieder auferstehen zu lassen.

Das ist heute so sehr notwendig”, betonte der 79 Jahre alte Argentinier. “Andernfalls wären wir eine internationale Einrichtung mit einer grossen Zahl von Anhängern und guten Regeln, aber unfähig, die Hoffnung zu geben, nach der die Welt dürstet.”

An Ostern feiern Christen die Auferstehung Christi von den Toten. Der biblischen Überlieferung nach wurde Gottes Sohn Jesus von Nazareth am Karfreitag in Jerusalem verurteilt und gekreuzigt. Nach christlichem Glauben überwand der gekreuzigte Jesus am Ostersonntag den Tod und erfüllte damit seinen göttlichen Erlösungsauftrag auf Erden.

Die Feier zum Gedenken an die Auferstehung begann vor dem Petersdom, wo die Osterkerze entzündet wurde. Anschliessend wurde das Osterlicht in einer Prozession in die abgedunkelte Kirche gebracht. Später taufte der Papst traditionell zwölf Erwachsende und Jugendliche. Sie stammten aus Italien, Albanien, Kamerun, Korea, Indien und China.

Für Franziskus war es die vierte Osternacht seit seiner Wahl zum Papst im Jahr 2013. Die traditionellen Osterfeierlichkeiten im Vatikan enden am Sonntag mit der Ostermesse. Dann verkündet der Papst seine Osterbotschaft und spendet den Segen “Urbi et Orbi”.

Am Samstag hatte er sich den Tag über nicht gezeigt, obwohl viele Menschen in den Vatikan geströmt waren. Im Gedenken an den Tod von Jesus Christus sei der Karsamstag ein “Tag der Stille”, hatte er erklärt.

Am Karfreitag hatte der Papst zum Abschluss des Kreuzweges in Rom Kindesmissbrauch durch katholische Geistliche scharf verurteilt. Ausserdem ging er auf die Flüchtlingskrise ein und kritisierte in dem Zusammenhang die “Unentschlossenheit und Gefühllosigkeit Europas”.

(SDA)


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