Landet Cristo in Saudi-Arabien?

Die Zukunft von Cristo ist ungewiss.
Die Zukunft von Cristo ist ungewiss. © KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
Die Cristo-Statue aus Bad Ragaz muss weg. Das haben die Bürger entschieden. Doch wohin mit der elf Meter hohen und 2,4 Tonnen schweren Skulptur? Interessenten gibt es: Ein Parkbesitzer in Bern, ein Thurgauer und sogar ein Prinz aus Saudi-Arabien wollen Cristo.

Hoch über Bad Ragaz thront Cristo. Die Statue wurde für die Kunstausstellung Bad Ragartz auf dem Guschakopf aufgestellt und sollte im November wieder demontiert werden. Mit einer Petition wehrten sich 2300 Personen gegen diese Demontage. Am Freitag hat die Ortsgemeinde Bad Ragaz entschieden: Cristo muss definitiv weg.

“Cristo-Mutter” Esther Hohmeister spricht gegen Radio FM1 von einer Enttäuschung: “Die Ortsbürger wollen lieber eine Schweizerfahne auf dem Guschakopf sehen, damit sie immer wissen, woher der Wind weht.” Den Entscheid akzeptiert sie trotzdem. Und schaut in die Zukunft.

Mehrere Interessenten

“Wir haben verschiedene Interessenten für die Cristo-Statue. Bereits vor der Ausstellung hat ein Mann aus dem bernischen Münsingen sein Interesse bekundet. Er hat offenbar einen grossen Park und könnte die Statue so auf Privatgrund stellen. Auch aus dem Thurgau haben wir eine Anfrage bekommen: Ein Mann aus Egnach meint, dass er einen wunderbaren Platz für Cristo hätte. Eine weitere Anfrage kam von einem Prinzen aus Riad”, sagt Hohmeister.

Nur einen Berg weiter?

Hohmeister hat einen favorisierten Ort für Cristo: “Am liebsten wäre mir, er würde hier in Bad Ragaz bleiben. Über Facebook kam der Vorschlag, Cristo beim Schloss Wartenstein aufzustellen. Das wäre mir auch recht. So müssten wir ihn nicht weit transportieren und ich würde ihn aus dem ersten Stock meines Hauses noch immer sehen.”

Wo auch immer Cristo hinkommt, ein Entscheid müsste schon bald getroffen werden. “Ab heute wird der Abtransport organisiert”, sagt Hohmeister. Die grosse logistische Herausforderung nimmt aber einige Zeit in Anspruch. Hohmeister: “Dann braucht der Helikopter noch das richtige Flugwetter.”

(red.)


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