Langer Beifall für “Faust II” in Weimar

Lutz Salzmann gibt den Faust im Deutschen Nationaltheater zu Weimar - laut Kritikern eine gelungene Vorstellung des schwer inszenierbaren Stückes von Goethe.
Lutz Salzmann gibt den Faust im Deutschen Nationaltheater zu Weimar - laut Kritikern eine gelungene Vorstellung des schwer inszenierbaren Stückes von Goethe. © KEYSTONE/EPA DPA/MARTIN SCHUTT
Dem Deutschen Nationaltheater in Weimar ist mit der modernen Strichfassung von Goethes “Faust II” ein Wagnis geglückt. Das Premierenpublikum bedachte am Samstagabend die rund dreistündige Inszenierung von Generalintendant Hasko Weber mit langem Beifall.

Das Alterswerk Goethes gilt aufgrund seiner Komplexität und Fülle an mythologischen und kulturgeschichtlichen Bezügen als schwer inszenierbar und wird daher eher selten aufgeführt.

Weber bringt die rastlose Suche des Antipodenpaares – bei der Faust in seiner Gier nach immer mehr Gewinn und Land auch vor Krieg und Mord nicht zurückschreckt – unterhaltsam, ideenreich und zeitgemäss auf die Bühne. Die häufig wechselnden Bilder werden von elektronischen Klängen, aber auch Wecker, Maschinen und Spieluhren begleitet.

In den Rollen von Faust und Mephisto überzeugten, wie schon zur Aufführung des ersten Teils, Lutz Salzmann und Sebastian Kowski. Inszenierungen der “Faust”-Tragödie haben in Weimar, wo Johann Wolfgang Goethe einst mehr als 20 Jahre das Hoftheater leitete, Tradition. Doch nicht immer glückten sie.

2008 etwa erlitt der Franzose Laurent Chétouanes mit seiner Interpretation des zweiten Teils von Goethes Menschheitsdrama Schiffbruch beim Weimarer Publikum.

(SDA)


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