Lausanne siegt im Penaltyschiessen

Lausanne jubelt nach dem Sieg mit dem dreifachen Torschützen Ossi Louhivaara (rechts) und Joe Genazzi
Lausanne jubelt nach dem Sieg mit dem dreifachen Torschützen Ossi Louhivaara (rechts) und Joe Genazzi © KEYSTONE/LUKAS LEHMANN
Das eminent wichtige Duell am Strich gewinnt der Lausanne Hockey Club (neu 8.) gegen den SC Bern (7.) mit 3:2 nach Penaltyschiessen, nachdem Bern bis 122 Sekunden vor Schluss geführt hatte. Dank des Überraschungserfolges kraulte sich Lausanne auf Kosten der Kloten Flyers (9.

) wieder über den Strich. Aber auch Bern läuft weiterhin grosse Gefahr, wie schon in der Saison 2013/14 die Playoffs zu verpassen. Die Berner belegen nach 30 Runden zwar Platz 7, haben aber ein oder zwei Spiele mehr ausgetragen als die direkten Konkurrenten aus Lausanne, Kloten und Ambri-Piotta.

Zum Matchwinner für Lausanne avancierte der Finne Ossi Louhivaara. Der 32-jährige Stürmer brachte die Gäste aus dem Waadtland schon nach 118 Sekunden in Führung. 122 Sekunden vor Schluss realisierte er auch den 2:2-Ausgleich, den zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viele der knapp 15’000 Zuschauer erwartet hatten. Und auch im Penaltyschiessen traf Louhivaara nochmals. Berns lange Absenzenliste wirkte sich vor allem auch auf das Penaltyschiessen aus. Mit Luca Hischier, Simon Bodenmann und Alain Berger liefen Akteure gegen Lausannes Goalie Cristobal Huet (32 Paraden plus vier gehaltene Penalties) an, die bei Vollbestand kaum zum Zug kämen. Mit Justin Krueger musste sich sogar ein Berner Verteidiger versuchen.

Im Penaltyschiessen fiel für Bern aber kein weiteres Verteidigertor mehr. Zuvor hatten Goals der Backs Mikko Kousa (1:1) und Eric-Ray Blum (2:1) für Bern scheinbar die Wende eingeläutet. Kousa, der in seinen ersten drei Partien für Bern eine Minus-4-Bilanz eingefahren hatte, erzielte sein erstes Tor für den SCB. Blum brachte viereinhalb Minuten später das Heimteam in Führung (31.). Lausanne schien in Rückstand liegend nicht zu einer Reaktion in der Lage. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel fiel der Ausgleich spät aber doch noch.

Bern – Lausanne 2:3 (0:1, 2:0, 0:1, 0:0) n.P.

14’967 Zuschauer. – SR Massy/Prugger, Fluri/Mauron. – Tore: 2. Louhivaara (Pesonen, Froidevaux/Ausschluss Luca Hischier) 0:1. 26. Kousa (Blum, Bergenheim/Ausschlüsse Stalder, Gobbi) 1:1. 31. Blum (Flurin Randegger, Luca Hischier) 2:1. 58. Louhivaara (Gobbi) 2:2. – Penaltyschiessen: Herren -, Krueger -; Louhivaara 0:1, Bodenmann -; Miéville -, Luca Hischier -; Pesonen -, Alain Berger -; Déruns 0:2. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Bern, 4mal 2 Minuten gegen Lausanne. – PostFinance-Topskorer: Conacher; Danielsson.

Bern: Schwendener; Beat Gerber, Blum; Kousa, Krueger; Flurin Randegger, Helbling; Tim Dubois; Bodenmann, Martin Plüss, Simon Moser; Conacher, Luca Hischier, Bergenheim; Alain Berger, Reichert, Marco Müller; Nico Hischier, Gian-Andrea Randegger, Michael Bärtschi.

Lausanne: Huet; Gobbi, Leeger; Genazzi, Lardi; Dario Trutmann, Stalder; Jannik Fischer, Nodari; Walsky, Hytönen, Herren; Louhivaara, Miéville, Pesonen; Danielsson, Froidevaux, Déruns; Benjamin Antonietti, Paul Savary, Simon Fischer.

Bemerkungen: Bern ohne Pascal Berger, Bührer, Ebbett, Jobin, Kobasew, Kreis, Derek Roy, Ruefenacht, Tristan Scherwey, Smith und Untersander, Lausanne ohne Augsburger, Bang, Florian Conz und Rytz (alle verletzt). – Timeouts: Bern (26.); Lausanne (60.).

(SI)


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