Lausannes nächstes Kunststück

Berns Ramon Untersander (links) teilt gegen Florian Conz aus
Berns Ramon Untersander (links) teilt gegen Florian Conz aus © KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Lausannes Hockey Club vollbringt bei Meister Bern das nächste Kunststück. Die Waadtländer siegen 3:2 nach Verlängerung – und sind mit diesem Resultat noch nicht einmal gut bedient. Denn Lausanne hätte die Partie eigentlich in der regulären Spielzeit gewinnen müssen.

Das Team von Dan Ratushny spielte den Meister phasenweise an die Wand. 17:6 für Lausanne lautete das Schussverhältnis im ersten Abschnitt. Im dritten Abschnitt notierten die Statistiker nochmals 12:4 Schüsse für den LHC. Einzig im zweiten Abschnitt und in der kurzen Verlängerung (14:14 und 3:3) gestaltete Bern das Geschehen ausgeglichen.

Im zweiten Abschnitt gelangen Bern innerhalb von sieben Minuten die Tore von Mark Arcobello und Tristan Scherwey vom 0:2 zum 2:2. Die Goals für Lausanne erzielten zweimal Yannick Herren in den ersten 24 Minuten sowie Eric Walsky nach 203 Sekunden der Overtime.

Der Auswärtssieg in der PostFinance-Arena ist Lausannes bislang wertvollster Erfolg in dieser Saison. Die übrigen Siege errangen die Waadtländer zweimal gegen Fribourg sowie gegen Langnau, Biel und Kloten. Lausannes Erfolgsrezept: Gespielt wird in der Defensive immer noch gleich souverän wie in den letzten Jahren unter Heinz Ehlers. In der Offensive bringt Lausanne aber viel mehr zu Stande. Das offensive Risiko zahlte sich bislang aus. In den ersten sieben Meisterschaftsspielen kassierte Lausanne dank Goalie Cristobal Huet erst zehn Gegentore. Vor den beiden Berner Goals zum 2:2-Ausgleich hatte Lausanne 166 Minuten lang kein Gegentor mehr kassiert.

Bern – Lausanne 2:3 (0:1, 2:1, 0:0, 0:1) n.V.

15’567 Zuschauer. – SR Wehrli/Wiegand, Abegglen/Kovacs. – Tore: 1. (0:32) Herren (Danielsson, Jeffrey/Ausschluss Krueger) 0:1. 25. Herren (Nodari, Danielsson) 0:2. 33. Arcobello (Simon Moser, Untersander) 1:2. 40. (39:27) Tristan Scherwey 2:2. 64. (63:23) Walsky 2:3. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Bern, 6mal 2 Minuten gegen Lausanne. – PostFinance-Topskorer: Arcobello; Pesonen.

Bern: Genoni; Krueger, Blum; Kamerzin, Untersander; Noreau, Beat Gerber; Lasch, Arcobello, Simon Moser; Luca Hischier, Martin Plüss, Tristan Scherwey; Alain Berger, Meyer, Reichert; Gian-Andrea Randegger, Ness, Kreis.

Lausanne: Huet; Nodari, Genazzi; Gobbi, Jannik Fischer; Dario Trutmann, Junland; Lardi, Borlat; Walsky, Froidevaux, Pesonen; Déruns, Miéville, Sven Ryser; Schelling, Florian Conz, Kneubühler; Danielsson, Jeffrey, Herren.

Bemerkungen: Bern ohne Bodenmann, Ebbett, Macenauer und Ruefenacht, Lausanne ohne Benjamin Antonietti, Paul Savary (alle verletzt), Augsburger (krank) und Per Ledin (überzähliger Ausländer). Jobin verletzt ausgeschieden (im Warm-up). – Pfostenschuss Luca Hischier (28.).

(SDA)


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