Leverkusens später Sieg im Spektakel dank Admir Mehmedi

Admir Mehmedi - im Bild nach seinem 4:4 in der Champions League gegen die AS Roma - schiesst Leverkusen in der 89. Minute zum Sieg gegen Stuttgart
Admir Mehmedi - im Bild nach seinem 4:4 in der Champions League gegen die AS Roma - schiesst Leverkusen in der 89. Minute zum Sieg gegen Stuttgart © KEYSTONE/AP/SEBASTIAN KONOPKA
Admir Mehmedi schiesst Leverkusen in der deutschen Bundesliga zum Sieg gegen Stuttgart. Der Schweizer Internationale erzielt in der 89. Minute einer verrückten Partie das entscheidende 4:3.

Wie schon am letzten Dienstag beim Spektakel in der Champions League gegen die AS Roma setzte Mehmedi auch in der Liga die Pointe eines unglaublichen Spiels. Vor vier Tagen hatte Leverkusen eine 2:0-Führung verspielt und kam nach 2:4-Rückstand bis zur 84. Minute durch zwei Tore noch zum Remis – mit dem Schweizer Internationalen als Torschützen zum 4:4.

Im Duell mit Stuttgart lag Bayer 0:2 und 1:3 zurück. Ein Doppelschlag (70./71.) und ein herrlicher Schlenzer von Mehmedi belohnten Trainer Roger Schmidt für seine gnadenlos offensive Taktik doch noch. Mehmedi spielte erst zum zweiten Mal in dieser Saison durch. Das 4:3 war der zweite Saisontreffer des Winterthurers, der zudem den Ausgleich vorbereitete. Sämtliche sieben Tore gegen Stuttgart fielen zwischen der 50. und 89. Minute.

Mit dem fünften Spiel ohne Niederlage rückte Leverkusen auf Platz 6 vor, der Rückstand auf Bayern München beträgt 13 Punkte. Der souveräne Leader feierte im zehnten Saisonspiel den zehnten Sieg. Zur Egalisierung des Top-5-Liga-Startrekords der Tottenham Hotspur aus der Saison 1960/61 fehlt noch ein Sieg.

In Erinnerung wird das 4:0 gegen Köln aber darum bleiben, weil der Rekordmeister als erster Klub den 1000. Erfolg in der Bundesliga (in 1714 Spielen) feiern konnte. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sprach von einem “grossartigen Meilenstein”. Ein gelungenes Comeback gab Arjen Robben. Nach siebenwöchiger Pause wegen einer Adduktorenverletzung traf der Holländer in der 35. Minute zum 1:0.

Eintracht Frankfurt gewann dank einer Doublette des erst 19-jährigen Marc Stendera erstmals seit November 1987 wieder in Hannover (2:1), Werder Bremen beendete mit dem diskussionslosen 3:1 in Mainz eine Niederlagen-Serie von fünf Spielen. In Darmstadt bescherte der eingewechselte Daniel Caligiuri dem Cupsieger Wolfsburg mit dem 1:0 zwölf Minuten vor Schluss den ersten Auswärtserfolg der Saison. Und Hertha Berlin siegte dank einem frühen Treffer von Mitchell Weiser (10.) in Ingolstadt mit 1:0.

Deutschland. Bundesliga. 10. Runde:

Bayern München – Köln 4:0 (2:0). – 75’000 Zuschauer. – Tore: 36. Robben 1:0. 39. Vidal 2:0. 62. Lewandowski 3:0. 78. Müller (Foulpenalty) 4:0.

Darmstadt – Wolfsburg 0:1 (0:0). – 15’800 Zuschauer. – Tor: 78. Caligiuri 0:1. – Bemerkungen: Wolfsburg mit Benaglio und Ricardo Rodriguez, ohne Klose (Ersatz).

Hannover – Frankfurt 1:2 (0:0). – 44’200 Zuschauer. – Tore: 51. Klaus 1:0. 57. Stendera 1:1. 66. Stendera 1:2. – Bemerkung: Frankfurt mit Seferovic (verwarnt).

Leverkusen – Stuttgart 4:3 (0:0). – 30’100 Zuschauer. – Tore: 50. Harnik 0:1. 54. Didavi 0:2. 57. Bellarabi 1:2. 60. Rupp 1:3. 70. Boenisch 2:3. 71. Hernandez 3:3. 89. Mehmedi 4:3. – Bemerkung: Leverkusen mit Mehmedi (verwarnt).

Mainz – Bremen 1:3 (0:3). – 30’837 Zuschauer. – Tore: 39. Ujah 0:1. 44. Ujah 0:2. 45. Bartels 0:3. 90. Muto 1:3. – Bemerkungen: Mainz ohne Frei (verletzt), Bremen ab 75. mit Ulisses Garcia.

Ingolstadt – Hertha Berlin 0:1 (0:1). – 15’000 Zuschauer. – Tor: 10. Weiser 0:1. – Bemerkungen: Hertha mit Lustenberger (verwarnt) und bis 73. mit Stocker.

Rangliste: 1. Bayern München 10/30 (33:4). 2. Borussia Dortmund 9/20 (24:11). 3. Schalke 04 9/19 (12:9). 4. Wolfsburg 10/18 (15:12). 5. Hertha Berlin 10/17 (13:10). 6. Bayer Leverkusen 10/17 (12:12). 7. Ingolstadt 10/14 (6:8). 8. 1. FC Köln 10/14 (13:17). 9. Hamburger SV 10/14 (9:13). 10. Darmstadt 10/13 (12:13). 11. Borussia Mönchengladbach 9/12 (16:16). 12. Eintracht Frankfurt 10/12 (16:17). 13. Mainz 10/12 (13:16). 14. Werder Bremen 10/10 (10:15). 15. Hannover 96 10/8 (9:18). 16. VfB Stuttgart 10/7 (15:23). 17. Hoffenheim 10/6 (12:19). 18. Augsburg 9/5 (8:15).

(SI)


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