Lohnerhöhung fällt 2016 geringer als in Vorjahren aus

Mitarbeitende der Industrie haben 2016 nicht von einer Lohnerhöhung im Rahmen der Verhandlungen der Gesamtarbeitsverträge profitiert. Im Gegenteil: Sie mussten Lohneinbussen hinnehmen. (Symbolbild)
Mitarbeitende der Industrie haben 2016 nicht von einer Lohnerhöhung im Rahmen der Verhandlungen der Gesamtarbeitsverträge profitiert. Im Gegenteil: Sie mussten Lohneinbussen hinnehmen. (Symbolbild) © KEYSTONE/CYRIL ZINGARO
Die Effektivlöhne für Mitarbeitende mit einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) sind 2016 um durchschnittlich 0,4 Prozent gestiegen. In den Vorjahren betrug das Plus jeweils zwischen 0,7 und 0,8 Prozent. Die Mindestlöhne legten um 0,7 Prozent zu.

Da dieses Jahr die Preise gemäss der Inflationsprognose um 0,4 Prozent sinken, dürften die Reallöhne um 0,8 Prozent steigen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Mittwoch mitteilte.

Rund 524’000 Personen kommen laut BFS in den Genuss von Effektivlohnerhöhungen. 105’600 Personen sind einem GAV unterstellt, bei dem die Lohnverhandlungen gescheitert sind.

Während Angestellte in der Verkehrs-, Post- und Kurierbranche sowie bei Versicherungen und Banken in diesem Jahr 1,1 bis 1,4 Prozent mehr Geld auf ihr Lohnkonto erhalten, gab es in acht Branchen keine Erhöhung. Im Maschinen- und Fahrzeugbau sowie der Metallindustrie gab es sogar weniger Lohn. Die Effektivlöhne schrumpften hier um 0,5 beziehungsweise 1,7 Prozent.

2015 hatten viele Industrieunternehmen aufgrund der Aufwertung des Frankens mit Schwierigkeiten im Export zu kämpfen.

(SDA)


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