Schwellbrunner Luchs wurde erschossen

Der Luchs in Schwellbrunn wurde erschossen.
Der Luchs in Schwellbrunn wurde erschossen. © pd
Am Sonntag ist in der Gemeinde Schwellbrunn ein toter Luchs gefunden worden. Nun ist klar: Das zweijährige Tier wurde abgeschossen. Es läuft eine Strafuntersuchung gegen Unbekannt.

Ein Bauer hat am Sonntag den toten Luchs gefunden. Das Tier hatte eine Verletzung am rechten Hinterlauf. «Die Verletzung stammt von einem Streifschuss am Oberschenkel», bestätigt Georg Amstutz, Mediensprecher des Kantons Appenzell Ausserrhoden.

Der weibliche Luchs sei an der Wunde elendlich verendet. Amstutz: «Wir haben kein Projektil gefunden und wissen deshalb nicht, ob die Wunde von einem Jagdgewehr stammt.» Klar ist laut Experten lediglich, dass es sich um ein kleinkalibriges Geschoss handelte.

Das tote Tier wird derzeit von der Abteilung für Fisch- und Wildtiermedizin der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Bern obduziert. Die Jagdverwaltung hat bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Der Luchs ist ein geschütztes Tier und die Jagd ist verboten.

Tier war zwei Jahre alt

Das Tier konnte aufgrund der Fellzeichnung identifiziert werden. Es handelt sich um B459, ein Luchs mit Jahrgang 2015. Erstmals fotografiert wurde die Luchsin zusammen mit ihrer Mutter im August 2015 in der Nähe von Grabs. Letztmals erfasst wurde das Tier bei Eggersriet im März 2016.

«Wie die meisten Luchse dieses Alters war sie vermutlich auf der Suche nach einem eigenen Revier», heisst es in einer Mitteilung der Jagdverwaltung Appenzell Ausserrhoden.

Luchs ist keine Bedrohung

Der Luchs wird seit 1971 wieder in der Schweiz angesiedelt. In die Nordostschweiz wurde der Luchs zwischen 2001 und 2008 umgesiedelt. Derzeit gibt es etwa zwei Tiere pro 100 Quadratkilometer. Anders als Wölfe sind Luchse für Schafe keine Gefahr – er bevorzugt Rehe und Gämsen.

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(red.)

 


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