Lugano legt in Genf wieder vor

Genfs Matthew Lombardi prüft Lugano-Keeper Elvis Merzlikins
Genfs Matthew Lombardi prüft Lugano-Keeper Elvis Merzlikins © KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI
Das Breakfestival in der Halbfinalserie zwischen Genf und Lugano geht weiter. Nach dem 3:2-Sieg nach Verlängerung führen die Bianconeri in der Best-of-7-Serie 3:2 und brauchen noch einen Sieg.Das Game-Winning-Goal für die Gäste erzielte in der 62.

Minute Tony Martensson, der bereits zum siebenten Mal in diesen Playoffs erfolgreich war. Die beiden Teams bestritten zum dritten Mal in dieser Serie eine Verlängerung, wobei zum zweiten Mal die Tessiner die Oberhand behielten.

Überhaupt liefern sich Servette und Lugano einen verrückten Halbfinal. Insofern passte es, dass sich Lugano erst 15 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit in die Overtime gerettet hatte und es mit Jim Slater erst noch ein Genfer war, der den Puck ins Tor lenkte. Luganos Grégory Hofmann, der schon zuvor zweimal dem Ausgleich nahe gekommen war, hatte die Scheibe in den Slot gebracht. Die Bianconeri spielten zu diesem Zeitpunkt mit sechs Feldspielern. Vor dem 2:2 hätte Tom Pyatt den Sack für Servette zumachen können.

Allerdings war auch das 1:1 der Genfer nach 15 Sekunden im Schlussdrittel auf äusserst glückliche Art und Weise zu Stande gekommen. Verteidiger Daniel Vukovic wollte die Scheibe mit einem Schuss von der blauen Linie hinter dem Tor der Tessiner durchspielen, sie wurde jedoch von der Bande abgelenkt, worauf sie via dem Gäste-Keeper Elvis Merzlikins ins Tor ging. Für das 2:1 zeichnete in der 45. Minute Kevin Romy verantwortlich. Der PostFinance-Topskorer übernahm den Puck nach einem Abpraller von Merzlikins, kurvte ums Tor und bezwang diesen mit einem “Buebetrickli”.

Fredrik Pettersson hatte die Bianconeri in der 22. Minute im Powerplay nach einem Abpraller in Führung gebracht. Der Schwede spielte nach einem Daumenbruch erstmals in dieser Serie. Hatte er sich im Viertelfinal gegen Zug mit fünf Assists begnügen müssen, reüssierte er nun erstmals auch in den Playoffs. In der Qualifikation war Pettersson mit 26 Treffern zusammen mit Lino Martschini (Zug) der erfolgreichste Torschütze gewesen war.

Die Luganesi, die auch wieder auf den von einer Hirnerschütterung genesenen Verteidiger Julien Vauclair zählen konnten, standen in der Folge im zweiten Drittel dem 2:0 näher. Die Genfer agierten nicht so druckvoll wie gewohnt, und das Powerplay war alles andere als überzeugend. In den ersten 20 Minuten erspielten sie sich allerdings ein Chancenplus. In der 10. Minute wurde ein Tor von Slater wegen Torhüterbehinderung aberkannt.

Genève-Servette – Lugano 2:3 (0:0, 0:1, 2:1, 0:1) n.V.

7135 Zuschauer (ausverkauft). – SR Eichmann/Stricker, Borga/Kaderli. – Tore: 22. Pettersson (Bertaggia, Ulmer/Ausschluss Slater) 0:1. 41. (40:15) Vukovic 1:1. 45. Romy (Antonietti/Ausschlüsse Loeffel; Vauclair) 2:1. 60. (59:45) Hofmann 2:2 (ohne Goalie). 62. (61:22) Martensson (Klasen, Vauclair) 2:3. – Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 8mal 2 Minuten gegen Lugano. – PostFinance-Topskorer: Romy; Klasen.

Genève-Servette: Mayer; Vukovic, Fransson; Antonietti, Mercier; Loeffel, Bezina; Iglesias; Jacquemet, Slater, Rubin; Traber, Kast, Gerber. Riat, Romy, Pyatt; Simek, Lombardi, Pedretti.

Lugano: Merzlikins; Kienzle, Hirschi; Chiesa, Furrer; Ulmer, Vauclair; Kparghai; Walker, Sannitz, Lapierre; Pettersson, Martensson, Klasen; Bertaggia, Hofmann, Brunner; Kostner, Dal Pian, Reuille; Fazzini.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Rod, Douay (beide gesperrt), Almond, Bays, Wick und D’Agostini. Lugano ohne Steinmann, Morini (alle verletzt) und Stapleton (überzähliger Ausländer). – 10. Powerplay-Tor von Slater wegen Torhüterbehinderung aberkannt. – Timeout Lugano (57:43), danach bis 59:45 ohne Goalie. – Timeout Genève-Servette (58:41).

(SDA)


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